Kommunikationsprojekt :
Wie Bartenbach eine alte Dampflok aus dem Rhein birgt

So vielseitig sind Agenturen: Eine 165 Jahre alte Dampflok soll aus dem Rhein geborgen werden. Bartenbach aus Mainz leitet das historische Projekt.

Text: Verena Gründel

Museumsleiter der Bahnwelt Darmstadt-Kranichstein Uwe Breitmeier, Geophysiker Prof. Dr. Bernhard Forkmann und der passionierte Eisenbahner Horst Müller (v.l.) mit einer Mini-Rhein.
Museumsleiter der Bahnwelt Darmstadt-Kranichstein Uwe Breitmeier, Geophysiker Prof. Dr. Bernhard Forkmann und der passionierte Eisenbahner Horst Müller (v.l.) mit einer Mini-Rhein.

Es ist ein äußerst ungewöhliches Projekt, das die Kommunikationsagentur Bartenbach an Land gezogen hat: Sie soll eine versunkene und verschollen geglaubte Dampflok aus den Tiefen des Rheins retten. Damit schreibt sie Geschichte, denn die Dampflok, die passenderweise den Namen „Rhein“ trägt, ist das älteste Denkmal deutscher Eisenbahngeschichte und damit ein wertvolles Gut der Industriekultur. 

Konkret übernimmt die Mainzer Agentur in Kooperation mit dem SWR und der Bahnwelt Darmstadt-Kranichstein die Organisation des Projekts sowie die komplette Kommunikation: Von der Finanzierung und Beratung über die Kreation und Produktion der verschiedenen Kommunikationsmaterialien bis hin zur begleitenden Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sind alle Agenturbereiche eingebunden. 

"Die komplette Klaviatur des Marketings"

"Es ist ein außergewöhnliches und spannendes Projekt, in dem wir die komplette Klaviatur des Marketings spielen können", freut sich Tobias Bartenbach. "Und in dem das ganze Team mit Herzblut dabei hilft, dass wir viele Menschen emotional erreichen und verbinden." 

Die Dampflok "Rhein“ wurde 1852 in Karlsruhe gebaut und stürzte im selben Jahr auf dem Weg zu ihrem Einsatzort von einem Transportschiff bei Germersheim in den Rhein. Dort liegt sie seit gut 165 Jahren. Bisherige Versuche, die Lok zu bergen, schlugen fehl, dann geriet sie in Vergessenheit. Spätere Anläufe zur Ortung scheiterten. Nun wurde sie wiederentdeckt und soll am 21. Oktober 2018 aus sechs Metern Tiefe geborgen werden.

Crowdfunding-Projekt sammelt Geld

Für die Bergung ist eine halbe Mio. Euro aus Wirtschaft und Gesellschaft zusammengekommen, Sponsoren sind unter anderem die Sparda Bank Südwest, BASF, DAL Deutsche Anlagen-Leasing und Oerlikon. Für weitere finanzielle Hilfe hat Bartenbach ein Crowdfunding-Projekt auf der Plattform Start Next gestartet. 

Mit dem Geld soll die verschollene Lok gehoben, restauriert und dann vor Ort in der Bahnwelt Darmstadt-Kranichstein ausgestellt werden. Der SWR begleitet die Geschichte als Hauptmedienpartner seit rund 25 Jahren redaktionell im Fernsehen, Radio und digital. 


Autor:

Verena Gründel

ist seit April 2017 für das Marketingressort der W&V tätig. Davor schrieb sie für iBusiness über Digitalthemen. Nach Feierabend kocht und textet sie für ihren Foodblog – und gleicht das viele Essen mit ebenso viel Sport aus. Wenn sie länger frei hat, reist sie am liebsten mit dem Auto durch Lateinamerika, von Mexiko bis an die Südspitze Argentiniens.