Mit Radio-Net und Football-Pen :
Wie Havas Arbeit und Fußball-WM zusammenbringt

Ab 14. Juni kollidiert das mal wieder: Fußballfieber und Arbeitsmoral. Damit das eine nicht unter dem anderen leidet, hat sich Havas was Schlaues überlegt.

Text: Susanne Herrmann

Viele Büroangestellte kauen am Kugelschreiber. Während der WM könnten es mehr werden.
Viele Büroangestellte kauen am Kugelschreiber. Während der WM könnten es mehr werden.

Die Fußballweltmeisterschaft steigt ab 14. Juni in Russland. Für den durchschnittlichen deutschen Arbeitnehmer bedeutet das: Spiele, die wochentags um 14, 16 oder 17 Uhr unserer Zeit beginnen, verpasst er womöglich.

Für Fans der deutschen Nationalmannschaft (wir mutmaßen mal, dass die unter unseren Lesern eine Mehrheit stellen) wird das zum Beispiel in der Vorrunde zur harten Prüfung für die Arbeitsmoral: Am 27. Juni, einem Mittwoch, trifft ab 16 Uhr Deutschland auf Südkorea. Im dritten Gruppenspiel. Und dann soll es ja noch Menschen geben, die selbst Dänemark - Australien (21. Juni, 14 Uhr) oder Saudi-Arabien - Ägypten (25. Juni, 16 Uhr) nicht verpassen wollen.

Fußballfieber und Arbeitszeiten plus Anstoßzeiten in verschiedenen Zeitzonen: Das ist schwer zu vereinbaren. Die Kreation der Düsseldorfer Agentur Havas hat sich da was überlegt. In Kooperation mit der internationalen Radioplattform Radio.net bringt Havas einen "Football-Pen" heraus. Der Partner hat alle Spieltage im Programm.

Diskret die WM bei der Arbeit verfolgen

Die Lösung ist ein auf den ersten Blick herkömmlicher Kugelschreiber - ein Stift zum Anbeißen, denn: Wer auf die schmale Platte am Ende des Kugelschreibers beißt, wird zum alleinigen Zuhörer des Radiostreams. Durch die anatomische Verbindung von Kiefer und Innenohr ist das Audioprogramm via Football-Pen ausschließlich für den Benutzer hörbar.

Was nicht arg auffallen dürfte, zumindest, bis der Hörer in Torjubel ausbricht. Denn das Herumkauen auf dem Stift während des Mittwochmeetings sind viele von ihren Kollegen längst gewöhnt. (Tipp: Kauen Sie bis 14. Juni schon mal vor - dann fallen Sie während der Weltmeisterschaft weniger auf.)

Achtung: Das Hörvergnügen ist nicht nur akustisch exklusiv - auch vom Tauschen der Pens untereinander sollten Sie aus hygienischen Gründen absehen.

So funktioniert's:

Bernhard Bahners, Geschäftsführer von Radio.net: "Als wir initial von der Idee des Football-Pen gehört haben, wussten wir sofort: Wir haben ein Match!" Seine Firma befasse sich stets mit neuen Geräten und Möglichkeiten, Audioformate hörbar zu machen.

"Der Football-Pen ist der ultimativ diskrete Kanal, um mobil und unabhängig Radiosendungen wie die WM-Übertragungen zu hören – anytime, anywhere. Auch nach der WM wird der Football-Pen sicher zum smarten Alltagsbegleiter werden", sagt Bahners, der sich sichtlich über das neue Übertragungsgerät freut.

Bernhard Bahners (l.) von Radio.Net und Darren Richardson, Havas.

Bernhard Bahners (l.) von Radio.Net und Darren Richardson, Havas.

Nach Ansicht des Kreativchefs von Havas Düsseldorf und ECD Digital Havas Europe, Darren Richardson, ist der Football-Pen offenbar für deutsche Berufstätige besonders unverzichtbar - weil Arbeitsmoral und Fußball-Vergnügen "die zwei deutschesten Dinge überhaupt" sind, wie es der Engländer Richardson formuliert.

Dem drohenden Konflikt habe die Agentur entgegentreten wollen. "Das Ergebnis ist nun der als Alltagsgegenstand getarnte Football-Pen, bei dem wir uns anatomische Gegebenheiten und menschliche Gewohnheiten zunutze machen, um die Spiele verfolgen zu können", sagt der Kreativchef.

Wie kommt man an den Football-Pen?

Mit Glück - und Musiktipps: Anlässlich der Weltmeisterschaft verlost Radio.net die limitierten Football-Pens in einem Gewinnspiel. Die Aktion wird über Social Media und Banner-Ads in Deutschland und Europa beworben.

Wir hoffen mal, dass das Kreativteam von Havas auch noch ein oder zwei Modelle abkriegt. Damit das Düsseldorfer Team alle WM-Partien voll auskosten kann.


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Die Lieblingsthemen von @DieRedakteurin reichen von abenteuerlustigen Gründern über Medien und Super Bowl bis Streaming. Marketinggeschichten und außergewöhnliche Werbekampagnen dürfen aber nicht zu kurz kommen.


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