Kreation des Tages :
Witziges Einhorn-Marketing von Edeka und Lidl

Seit Starbucks wissen wir: Einhorn alleine reicht nicht. Man muss Produkte wie Einhorn-Toilettenpapier und Einhorn-Joghurt in den sozialen Netzwerken auch gut verkaufen. Edeka und Lidl zeigen wie. 

Text: Frauke Schobelt

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Das schräge Lidl-Einhorn verteidigt den Joghurt gegen hungrige Väter.
Das schräge Lidl-Einhorn verteidigt den Joghurt gegen hungrige Väter.

„Ist der Einhorn-Trend bald vorbei?”

Man mag ja kaum glauben, dass Marken mit Einhörnern immer noch punkten können. Starbucks hat da gerade erst leidliche Erfahrungen gesammelt: Über den limitierten "Unicorn-Frappuccino" der Kaffeekette lachten sich die User schlapp, denn zu sehr erinnerte sie das süße Getränk an das legendäre Einhorn-Klo-Viral von Toilettenstuhlhersteller "Squatty Potty". Sind also die Zeiten vorbei, in denen man auch das abstruseste Zeug besser verkauft und die Leute einem die Bude einrennen, wenn Regenbogen, Glitzer und Einhorn draufkleben?

Nein, der Trend, von dem unter anderem Ritter Sport und dm mächtig profitierten, scheint ungebrochen: Aktuell zeigen Edeka und Lidl, wie gutes Einhorn-Marketing funktioniert: Mit Ironie und frechen Sprüchen.

Toilettenpapier mit Zuckerwatteduft

Edeka preist auf Facebook unter seiner Eigenmarke ein Einhorn-Toilettenpapier an. Limitiert. Extra weich. Mit Zuckerwatteduft. Und dem passenden Spruch dazu:

Tausende Male wurde der Post geliked, geteilt und kommentiert. Einhorn-Fans macht das flauschige Klopapier offenbar sehr glücklich, aber es gibt durchaus auch viele kritische Stimmen: So manchem geht der Einhorn-Hype langsam nämlich ziemlich auf die Nerven. 

Edeka spürt derweil schon die ersten Nebenwirkungen:

Neuer Kundenbetreuer bei Edeka.

Neuer Kundenbetreuer bei Edeka.

Lidl-Einhorn als Erziehungshelfer

Lidl bewirbt in einem schrägen Spot den Einhorn-Joghurt "Pinky Wonderland" von Milbona und enthüllt, was "nachts in Deutschlands Küchen passiert". Das Lidl-Einhorn verteidigt dabei für ein kleines Mädchen den Kühlschrank-Inhalt gegen den hungrigen Vater ziemlich lässig. Ganz so ritterlich ist sein Einsatz dann aber doch nicht.   

Die Freude auf Facebook ist groß. Zumal das Social-Media-Team von Lidl auch noch über einen Riesen-Vorrat an Einhorn-Gifs verfügt, die es fleißig teilt. Und auch dieses Produkt dürfte sich bombig verkaufen. 

Der Spot "Mehr Freude an Madness" ist Teil des neuen Lidl-Markenauftritts "Mehr Freude an allem".  

„Ist der Einhorn-Trend bald vorbei?”


Autor:

Frauke Schobelt, Ressortleiterin
Frauke Schobelt

ist Ressortleiterin im Online-Ressort und schreibt über alles Mögliche in den Kanälen Marketing und Agenturen. Sie hat ein Faible für Kampagnen, die „Kreation des Tages“ und die Nordsee. Und für den Kaffeeautomaten. Seit 2000 im Verlag W&V.



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Henry Gärtner 27. April 2017

Man könnte auch sagen, dass das Einhorn "die Sau ist, die aktuell durchs Dorf gehetzt wird". What's next?

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