Inwiefern auch deutsche Kunden und Geschäftspartner betroffen sind, ist unklar. Sizmek äußert sich auf Anfrage von W&V dazu nur ausweichend. Unter den Gläubigern des Insolvenz-Antrags befänden sich keine deutschen Unternehmen, so Sizmek.

Auch in der deutschen Branche ist die Sizmek-Insolvenz Thema. "Es ist sehr schade, dass mit Sizmek ein unabhängiger Wettbewerber in Schwierigkeiten geraten ist", sagt Bernd Hoffmann, CEO der ProSiebenSat.1-Tochter Virtual Minds. "Das stärkt letztlich das Duopol der großen US-Player. Gerade auf dem Feld der Daten bräuchte man aber ein Gegengewicht.“

Virtual Minds habe einen "anderen Weg gewählt“, sagt Hoffmann. „Anders als Sizmek konzentrieren wir uns mit unserem Angebot auf den deutschsprachigen Markt."


Autor:

Thomas Nötting
Thomas Nötting

ist Leitender Redakteur bei W&V. Er schreibt vor allem über die Themen Medienwirtschaft, Media und Digitalisierung.