Neues Ladenkonzept von Amazon :
Amazon Go: Der Lebensmittelladen ohne klassische Kasse

Der US-Online-Händler stellt die App Amazon Go und den dazu passenden Lebensmittelladen vor. Der Shop in Seattle kommt ohne klassische Kassen aus.

Text: W&V Redaktion

- 2 Kommentare

Amazon zeigt in einem Video den Lebensmittelladen.
Amazon zeigt in einem Video den Lebensmittelladen.

Amazon will das Schlangestehen überflüssig machen. Der US-Konzern hat die App Amazon Go vorgestellt. In einem Shop der Marke am Firmensitz in Seattle gibt es keine klassischen Kassen mehr. Das Smartphone in der Tasche genügt. Beim Betreten des Ladens muss der Kunde das Handy inklusive der App zücken. Anschließend kann der Einkäufer dann einfach die Ware aus dem Regal nehmen und wieder gehen.

Der Lebensmittel-Laden ist erst einmal den Amazon-Mitarbeitern vorbehalten. Doch das Unternehmen schreibt auf seiner Website, dass der Shop in der US-Metropole 2017 auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein soll. Wie viele Produkte in Seattle erhält sind, verrät Amazon nicht. Allerdings konzentriert sich der Händler vorerst offensichtlich auf Lebensmittel, Snacks und Getränke.

In einem Youtube-Video erklärt Amazon die App:

Das "Wall Street Journal" berichtete, wenn die Tests erfolgreich verliefen, könne Amazon mehr als 2.000 Standorte eröffnen. Der Lebensmittelladen ist für Amazon nicht der erste Versuch im Offline-Geschäft: Der Konzern betreibt in seinem Heimatland bereits Pop-up-Stores für hauseigene Produkte und einen Shop für Bücher


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W&V Redaktion
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2 Kommentare

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Anonymous User 8. Dezember 2016

Ja, @Handelsbeobachter: Dann gehste halt nicht hin, wenn es so gruselig ist.

Anonymous User 6. Dezember 2016

Es wäre schön, wenn hier auch vollständig berichtet wird. So überwacht der Laden seine Besucher komplett, erkennt, wer wann was aus dem regal nimmt und einsteckt, und verknüpft dieses Verhaltensmuster gleich mit dem Online-Tracking-Profil im dazugehörigen Kundenaccount. Der Orwell'sche Tante-Emma-Laden. Was Datenschützer hierzulande dazu sagen? Oder sind die alle schon tot umgefallen?

Nebenbei geistert auch die Meldung durch die Presse, dass amazon in den USA rund 2.000 Lebensmittle-/Convenience-Filialen aufmachen oder übernehmen will. Wenn diess nach diesem Muster funktionieren soll, läutet das ein neues Kapitel der Kunden-Zwangsbindung und -Durchleuchtung ein. Gruselig.

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