Redaktionsplan, Erscheinungsrhytmus, Stimme

Bevor Unternehmen auf Aufnahme drücken, gibt es noch einige Punkte zu beachten. Der Blogcast darf im Redaktionsplan nicht fehlen und muss mit entsprechender Vorlaufzeit eingeplant werden. Dies sollte natürlich in enger Abstimmung mit dem Verantwortlichen des Blogs geschehen, denn Blogcasts können nur dann produziert werden, wenn ausreichend Content vorhanden ist.

Generell kann jeder Text vertont werden, ganz gleich ob Pressemeldungen, Blogposts, Expertenbeiträge oder Whitepaper. Ähnlich wie Podcasts profitieren Blogcasts davon, dass sie regelmäßig erscheinen, idealerweise im wöchentlichen Rhythmus. Die vertonten Blogbeiträge auf dem Daimler-Blog zum Beispiel erfreuen sich großer Beliebtheit.

Hier wird deutlich, dass eine gute Stimme und eine verständliche Sprache wesentliche Faktoren sind, die den Hörer mitreißen. Zum besseren Verständnis für die Zielgruppe ist von Vorteil, auf lange Schachtelsätze zu verzichten und Fach-Termini ausführlich zu beschreiben. Der Telekom-Blog für künstliche Intelligenz, welove.ai, liefert hierfür ein schönes Beispiel, wie komplexe Themen einfach und verständlich transportiert werden können.

Blogcasts gewinnen unter SEO-Aspekten

Für die Verbreitung des Blogcasts sollten die eigenen internen und externen Kommunikationskanäle genutzt werden. Das kann über den hauseigenen Newsletter oder auf der eigenen Webseite passieren. Um jedoch neue Nutzer zu erreichen, kann auf die Reichweiten-Power von Aggregatoren und Suchmaschinen wie Google, Spotify und iTunes zurückgegriffen werden.

In Zukunft werden Audio-Inhalte beim Suchmaschinen-Giganten Google höher priorisiert. Blogcasts werden also unter SEO-Aspekten an Relevanz gewinnen. Die Integration von Audio-Inhalten in die Google-Suche steigert folglich die Sichtbarkeit von Blogcasts und deren Corporate Blogs. Dafür braucht es einen crawlbaren RSS-Feed.

Technologische Rahmenbedingungen schaffen

Bei der Vertonung der Beiträge gibt es ein paar wichtige Dinge zu beachten, die ausschlaggebend für den Erfolg des Blogcasts sind. Hochwertiges Equipment ist bereits ein guter Anfang, aber woher einen Sprecher nehmen, der im besten Fall ein professionelles Sprachtraining absolviert hat? Eine fehlerfreie Aussprache und eine angenehme Stimme ist von großer Bedeutung und muss qualitativ überzeugen.

Professionelle Agenturen wie beispielsweise Narando können hier weiterhelfen und bei der Vertonung auf eine Vielzahl aus authentischen Sprechern zurückgreifen. Ob Inhouse produziert oder extern beauftragt - Unternehmen sollten sich bewusst machen, dass die wahrgenommene Stimme Bestandteil der eigenen Markentonalität ist. Eine professionelle Vertonung des Blogcasts ist daher von hoher Bedeutung.

Relativ kostengünstig

Content-Marketing-Formate wie Whitepaper oder Videos sind für viele Unternehmen unabdingbar. Blogcasts ergänzen diesen Mix, denn die Verbindung von fachlicher Kompetenz und spannend aufbereiteten Audio-Inhalten bieten die Chance Kunden, Partner und Mitarbeiter gleichermaßen in den Bann zu ziehen.

Übrigens: Sehbehinderte und blinde Menschen profitieren im besonderen Maße von diesen vertonten Beiträgen. Alles in allem ist der Blogcast ein neuer und spannender Marketingkanal, der – verglichen mit der Produktion von Podcasts – relativ kostengünstig ist.


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W&V Leserautor

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