Die Pläne sind ehrgeizig: Turo strebt bis Ende des Jahres die Marktführerschaft in Deutschland an. "Das Geschäft wächst sehr schnell", sagt Turo-CEO Andre Haddad. In sechs bis zwölf Monaten könne in Berlin und München die "kritische Masse" erreicht sein - sprich: so viele Nutzer, dass das System vernünftig funktioniert. In Städten wie Stuttgart, Frankfurt oder Köln dürften es wohl zwei bis drei Jahre werden, glaubt er.

Für das hiesige Geschäft ist Marcus Riecke zuständig. Haddad und Riecke kennen sich aus gemeinsamen Zeiten bei Ebay. Riecke, früher bei StudiVZ und zuletzt bei der Nachbarschafts-Plattform Nextdoor, hält Deutschland unter anderem wegen des großen Automarkts für ein lohnendes Ziel. Außerdem sei es ein beliebtes Reiseland vor allem auch für Besucher aus dem Ausland. Und, das betont auch Haddad: Die sogenannte Sharing Economy, also die gemeinschaftliche Nutzung von Dingen anstelle von Besitz, laufe gut in Deutschland.

Haddad sieht rundum nur Vorteile: Wer seinen Wagen, der sonst die meiste Zeit nutzlos herumsteht, an andere weitergibt, könne damit dessen Unterhalt verdienen. Im Schnitt reichten dafür neun Tage Vermietung im Monat. Und der Mieter spart im Vergleich zu Autovermietern wie Sixt und Hertz um die 35 Prozent.

Warum er den deutschen Markt für so attraktiv hält und warum es eine Win-win-Situation für Daimler ist, erzählt der CEO hier:

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am/dpa/Nico Esch, dpa


Autor:

Annette Mattgey, Redakteurin
Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt".