Jochen Kalka :
Dmexco mit anderen Augen: Schlammschlacht in Köln

Wäre diese Stadt, wäre diese Messegesellschaft nicht. Dann wäre sie ein voller Erfolg, die Digitalmarketingmesse Dmexco. Eine persönliche Bilanz von W&V-Chefredakteur Jochen Kalka.

Text: Jochen Kalka

- 45 Kommentare

Wäre diese Stadt, wäre diese Messegesellschaft nicht. Dann wäre sie ein voller Erfolg, die Digitalmarketingmesse Dmexco. Rekorde allenthalben, gute Gespräche, gute Geschäfte, gute Performance auf den Bühnen, alle 43.000 Besucher waren in dieser Hinsicht zufrieden, sehr sogar. Doch wollen wir auch mal das Drumherum betrachten:

Der Weg zu diesem wichtigsten Branchentreff ist beschwerlich. Wer öffentlich ankommt, mit der Bahn etwa, der darf sich erst mit Hunderten von Gästen im Schlamm suhlen. Die Shuttle-Busse fahren auf frisch aufgeschüttetem Kies, die Gäste stehen tief im Matsch. Seit Jahren schon, doch wen interessiert das schon? Ich persönlich musste nur drei Busse lang warten, im freundlichen Regen, während ich den Matsch fast schon liebgewann, während Frauen mit ihren Absätzen steckenblieben oder gar im schlammigen Boden versanken. Manche stützten sich an Damen mit hohen Absätzen, die gut verankert schienen, dann doch ihre Haltung verloren. Schlammcatchen vor der Dmexco, was für ein symbolischer Auftakt.

Kölner Chaos auch im Eingangsbereich, der eher an einen Dorfbahnhof erinnert als an eine internationale Messe. Optisch nicht, aber organisatorisch. Riesige Staus an der Garderobe, noch größere Staus an den Einlässen, da die Tickets nicht so zuverlässig grünes Licht geben wollten. Jedes Open-Air-Konzert ist besser organisiert. Orientierungspläne fand man nicht wirklich, für das Finden der Orientierungspläne hätte es erst einmal Orientierungspläne geben müssen. Ich persönlich kannte ja meine Wege, doch überall trieben hilfesuchende Menschen mit verschreckten Kaninchenaugen hilflos durch die Gänge.

Wie gesagt, die Messe Dmexco, toll. Erfolgreich. Großartig. Ein kleiner Herr Sorrell war eines der Gesprächsthemen, ein befreiter Herr Ruzicka und endlos viele Geheimtipps der 881 Aussteller. Wirklich großartig, wen man hier trifft, nämlich alle. Alle sind da, die Ebelings, die Schäferkordts, die Thomas Kochs, Klaus-Peter Schulzes dieser Welt, einfach alle.

Irgendwann dachte ich, was sollen eigentlich all diese Wände überall, typisch deutsch, the Wall mitten im Treiben, Gartenzaundenke, eigentlich bräuchte diese Messe gar keine Stände, umso besser könnte man sich sehen, denn die zwei Tage Dmexco sind keine Digital-Marketing-Veranstaltung, nein, sie sind eine große Party, all day long, sie sind das große Klassentreffen schlechthin. Wie auch immer der Event heißt.

Wäre diese Stadt, wäre diese Messegesellschaft nicht. Denn auch am Abend werden die Gäste schlicht im Regen stehen gelassen. Da gibt es Hallen ohne Ende mit gigantischen Dächern noch und nöcher, doch die Gäste stehen ewig im Regen, in einer ewig langen Schlange, um ein Taxi zu ergattern.

Es herrscht der Eindruck, dass in Köln nur ein einziges Taxi unterwegs ist, denn wenn es Fahrgäste aufnimmt, braucht es sehr, sehr lange, bis es wieder zurück ist, um einen weiteren der 43.000 Gäste aufzunehmen.

Eine Alternative ist natürlich die Fahrt mit dem Shuttlebus. Leider mangelt es an Beschriftungen, so dass sich rasch stets der Bus füllte, der gar nicht zum Bahnhof Deutz fahren sollte, sondern der, der einen zum Parkplatz 22 brachte. Massen von Menschen füllten busweise völlig sinnlos den Parkplatz 22. Denn der Bahnhof-Shuttle war nach einem lustigen Suchspiel in Echtzeit hinter großen Mauern und drei Ecken versteckt. Wer braucht schon Beschriftungen in einer Welt voller Apps?

Wer noch klüger war und auf die Idee kam, die wenigen Minuten zur nächsten Straßenbahnhaltestelle zu laufen, während die Autos von der Seite das Regenwasser aggressiv zum Bürgersteig spritzten und Radfahrer die Besucherströme wegklingelten, durfte mit anderen Erlebnissen rechnen: Der einzige! Fahrkartenautomat für 43.000 Besucher findet sich nicht unter einem der zwei kleinen Wartedächer, auch nicht am Anfang der Haltestelle, wo die Massen einströmen, sondern ganz am Ende, im Regen eben. Wer es dann irgendwann in die Straßenbahn geschafft hatte und dann wissen wollte, in welcher Linie er sich befindet, hatte keine Chance es herauszufinden. Auch Strecken- oder Netzpläne, Fehlanzeige. Nicht in einer Stadt, der es nicht gelingen mag, Wahlzettel ordnungsgemäß zu drucken. Wäre diese Stadt nicht, Chaos-Köln eben.

Die Messe Dmexco, toll diesmal wieder, ja, wirklich tolle Gespräche, wirklich tolle Begegnungen, ja, wirklich tolle Inhalte bei 500 Rednern. Das war wirklich alles gut. Dass eine Klimaanlage die Luft anscheinend nicht mehr umwälzen konnte, die Augen austrockneten und sich Kopfweh verbreitete, war sicher nur ein Gerücht.

Wer aber zum Beispiel eine Currywurst essen wollte, der durfte diese stickigen Hallen verlassen, um unter freiem Himmel – also im strömenden Regen – in einer Schlange zu stehen. Das kleine Vordach der Currybuden sammelte gekonnt das Wasser, um es gezielt über die Besucher strömen zu lassen. Immerhin standen Currybuden nicht im Schlamm.

In Köln wurden von den 43.000 Besuchern übrigens auch asphaltierte Straßen entdeckt. Und später ein zweites Taxi. Kein Wunder, dass der Kölner in seiner Not so viel Humor entwickelt. Das Einzige, das diese Stadt professionell betreibt, ist der Karneval.


Autor:

Jochen Kalka, Chefredakteur
Jochen Kalka

ist jok. Und schon so lange Chefredakteur, dass er über fast jede Persönlichkeit der Branche eine Geschichte erzählen könnte. So drängt es ihn, stets selbst zu schreiben. Auf allen Kanälen.



45 Kommentare

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Anonymous User 22. September 2015

Vielleicht sollte jemand mal in die Verträge für die Medienkooperationen werfen. Die dmexco hat dort vertraglich nur positive Berichterstattung vereinbart. Wer Kritik nicht verträgt, sollte sich nicht wundern!
Der Artikel ist wahr und die Preispolitik zeigt, was die Besucher wert sind. Wer auf eine Messe will, sollte das auch ohne Regenjacke schaffen. Denn wohin damit, wenn man drin ist?
Die 399.- waren ein Fehler, weil das Abzocke ist. Ich hoffe, die dmexco lernt daraus. Vielleicht mal die Messe kostenlos belassen und der Kongress kostet was. Mist, hätte man vielleicht schon den Besuchern dieses Jahr mitteilen sollen. Kommunikation und Organisation kann man lernen. Und ja, die Frauen taten mir Leid. Die Toiletten waren scheinbar Mangelware. Da sollte die Messe Köln nachrüsten, denn das ist wirklich peinlich. Oder man fokussiert sich auf Messen für männliche Besucher. sexco Messe.
Auf ein neues nächste Jahr. Mal sehen, ob auch die dmexco mal aus Fehlern lernt.
Ach ja, die Preise für die vergammelten Semmeln sind Oktoberfestniveau. Als Münchner muss ich da lachen, denn das Essen dort ist teuer, aber es schmeckt wenigstens.

Anonymous User 21. September 2015

Sorry, aber die Kritik ist leider vollkommen überzogen !

Mal abgesehen, das weder Stadt noch Messe Einfluß aufs Wetter nehmen können, muss ich sagen, das ich -egal wo es hingeht- selbst für z.B. Kleidung verantwortlich bin ! Auch das Thema Taxi ist vollkommen unmöglich dargestellt. Das sind übliche Messeabläufe das Taxen zu Stoßzeiten rar sind, auch in anderen Messestädten. Jetzt aber mal was Konstruktives : Wenn wirklich mal Verbesserungen anstehen sollten oder sowas wie Kritik, was durchaus sein kann, dann muss man aber auch mal intern Professionalität zeigen. Die zeige ich sicher nicht indem ich Zeitpläne für Ticketing aufbaue und an den Messetagen bis zu 399,--€ für eine Tageskarte nehme. Beratung erwünscht ? Speziell auf Köln zugeschnitten ? Meldet Euch !

Anonymous User 21. September 2015

Sehr geehrter Herr Kalka,

um nicht nass zu werden kann man eine Regenjacke anziehen oder einen Schirm mitnehmen. Dies liegt in Ihrer Verantwortung. Der Weg vom Bahnhof Deutz oder der Bahnhaltestelle ist nicht sehr lang. Mit adäquater Kleidung bleibt man so schön trocken.

Staus zu Stoßzeiten lassen sich leider nie vermeiden, einfach mal aus der Reihe tanzen und antizyklisch Essen oder anreisen. Auch hier: Eigenverantwortung.

Hallenpläne kann man bequem online einsehen oder die großen Tafeln nutzen, die in jeder Halle im Eingangsbereich stehen. Gibt es mehrere Eingänge, stehen auch mehrere Tafeln. (google: Dmexco Hallenplan, erster Treffer). Eigenverantwortung?

Mit den Taxen verhält es sich ähnlich wie mit der Garderobe: Einfach mal nicht allen Anderen alles nachmachen! 20 Minuten vor Messeende gehen und sich nicht darüber beschweren, dass die Taxen nicht in Messehallen fahren, das ist nämlich verboten (Baurecht) und die Kapuze überwerfen oder den Schirm aufspannen. Ach Mist, hatten Sie ja beides nicht dabei. Dass die Gäste lange mit den Taxen unterwegs sind liegt an den Destinationen der Gäste, eher weniger an der langsamen Fahrweise der Kölner Taxilenker. Die sind nämlich genauso wie die Messe an möglichst vielen zahlenden Gästen interessiert.

Jeder Shuttlebus verfügt über eine beleuchtete Infotafel die darüber Informiert, wohin dieser Bus fährt. Auch hier: Einfach mal nicht alles den Anderen nachmachen. Nicht blind in einen Bus steigen. Mal den Fahrer beim Einsteigen Grüßen und fragen, wohin es denn geht.
Straßenbahnen verfügen sowohl vorne als auf seitlich außen über Anzeigetafeln. Innen gibt es ebenfalls mehrere elektronische Schilder, die funktionieren ganz hervorragend und selbst die Anzeigetafel an der Haltestelle zeigt neben einem Timer, wann die nächste Bahn kommt, ebenfalls dessen Nummer an. Fahrpläne hängen aus, sind aber auch über das Smartphone ganz einfach zu finden (google: Fahrplan KVB, erster Treffer). Fahrscheinautomaten gibt es in jeder Bahn oder das Ticket via App. Und mal dran gedacht, dass es Menschen gibt, die von der anderen Seite auf die Haltestelle zulaufen? Auch hier kristallisiert sich irgendwie die fehlende Eigenverantwortung raus.

Es ist übrigens nicht nur in Köln so, dass wenn Sie auf einem Radweg laufen angeklingelt werden. Der Weg ist Rot und an vielen Stellen von dem Fußweg abgetrennt, sollte eindeutig sein, dass man da nicht laufen soll, oder? Und wenn Sie nicht auf dem Radweg laufen, werden sie auch nicht vom Regenwasser angespritzt, denn dann würden Sie knapp 2 Meter neben der Fahrbahn herlaufen. Aber dies zu begreifen bedarf es Eigenverantwortung oder glauben Sie die Radfahrer werden von der Messe bezahlt nur um Sie zu ärgern?

Klimaanlagen fallen leider aus, das war bestimmt keine Absicht der Verantwortlichen um Sie zu ärgern.

Currywurst und Regen? SCHIRM! REGENJACKE! Wie oft wollen Sie denn noch die Messe oder die Stadt für eigenes Fehlverhalten verantwortlich machen?
Was hätten Sie denn gemacht, wenn es nicht geregnet hätte? Sich darüber aufgeregt, dass Sie die Wurst selbst kauen müssen?

Was soll nun die Köln Messe oder die Stadt tun, damit Sie nächstes Jahr weniger zu Meckern haben? Keinen Regen bestellen? In einen 2qm Currywurst-Wagen 8 Leute stellen? Das Garderobenpersonal so aufstocken, dass es zu Stoßzeiten keinesfalls zu Wartezeiten kommt, das Personal davor und danach aber nur rumsitzt und so die ohnehin schon hohen Gebühren noch höher werden?

Anonymous User 21. September 2015

..und nachdem wir so lange Köln eine Chance gegeben haben die organisatorischen Fehler zu beheben - plädiere ich für Düsseldorf.

Da hat alles besser geklappt - o.k. damals waren es nicht ganz so viele Besucher, aber Düsseldorf kriegt das hin.

;-))

Anonymous User 20. September 2015

Es kann nun wirklich nicht angehen, das es hier wirklich einen Artikel gibt, in dem sich über die Organisation und Infrastruktur einer Messe beschwert wird,
die ganz offensichtlich eine Karnevalsveranstaltung ist.

Es geht bei dieser Messe doch wirklich nur um die Messe-Parties.
Etwas anderes wird doch auch nicht beworben. Auf den Ständen gibt es mehr Essen und Bier als auf dem gesamten Gelände der Kölnmesse. Warum man dann noch eine Currywurst zu Messepreisen kaufen muss erschließt sich mir nicht.

Anonymous User 20. September 2015

Man kann es kurzfassen, die Stadt ist für eine solche Messe auch einfach zu klein geworden. Wäre der BVDW nicht so ein Klüngelverein wäre die Messe sicherlich schon in Berlin oder schlimmstenfalls Frankfurt

Anonymous User 19. September 2015

Ich war zweimal auf der OMD und dann immer auf der Dmexco. Das Problem sind nicht die vielen, vielen Schwächen der Organisation innerhalb und außerhalb der Messe. Das Problem ist, dass die Schwächen von Jahr zu Jahr nicht besser werden. Die Abdeckung mit WLAN und Mobilfunk ist für einen Digitalevent der Wichtigkeit, wie sie die Organisatoren betonen, ein Witz. Das WLAN im Pressezentrum sollte nicht dann ausfallen, wenn alle Journalisten nach der Eröffnungs-PK ihre Meldungen raushauen wollen. Die Versorgung mit Parkplätzen, Taxis und ÖPNV ist ein Desaster, und wenn ich eine Frau wäre, würde ich den Verantwortlichen vor das Messebüro pinkeln. Und in diesem Jahr können die Organisatoren noch weniger als jemals zuvor sagen, sie seien vom Besucheransturm überrascht worden...

Anonymous User 19. September 2015

Ich bin das Jahr ueber auf vielen Messen, aber in der Tat, so ein Chaos wie auf der dmexco in allen Bereichen habe ich eigentlich in Deutschland so noch nicht erlebt.
Viele Kollegen erzaehlten mir, seit letztem Jahr sei das noch schlimmer geworden. Na denn Prost naechstes Jahr!

Ich bin allerdings erstaunt, wie sich Kollegen hier in den Kommentaren aeussern und schreiben,
man solle sich nicht so haben, es gaebe andere Probleme.
Das mag stimmen, aber es geht bei der leider sehr berechtigten Kritik hier doch "lediglich nur" darum,
dass ich von einer Messeorganisation - kostenloser Eintritt hin oder her ("was kostenlos ist, taugt nix?") - erwarten darf,
korrekt essen zu duerfen (wenn ich will, zu welchem Preise ich will),
nicht Stunden fuer den Toilettengang (ob Mann oder Frau) anstehen zu muessen,
oder ohne mir in chaotischen Schlangen die Beine in den Bauch stehen zu muessen, auch mal in einen Vortrag rein kommen darf und ob digital mit Apps oder ohne, mich ohne fremde Hilfe ueberall zurecht zu finden
und gerne auch mit Shuttlebussen, die man leicht finden sollte und die nicht im Regen erreicht werden muessen,
zum Bahnhof fahren sollen koennte.
Ich selber bin auch zu Fuss gegangen, ja, aber muessen das alle anderen nach einem langem Messtag in stroemendem Regen auch machen, obwohl ein Shuttlebus angeboten wird?

Die Kritik am Bahnhof Koeln-Deutz ist ebenfalls berechtigt, ich wechsle dort mehrmals die Woche die Zuege, die hier beschriebenen zutreffenden Zustaende sind nur eine kleine Auswahl dieser ueberforderten alten Dame, (fuer einen "Messebahnhof" eine Peinlichkeit ersten Grades), sowohl die Serviceinfrastruktur, als auch die baulichen Angepasstheit an moderne Messeverhaeltnisse laesst - vor allem der peinlich haessliche und voellig desoltate "Messeein- und ausgang" - sehr zu wuenschen uebrig,
aber da ist vor allem die DB und Stadt Koeln gefragt.....

Fazit:
Messe spannend: ja
Infrastruktur: platzt aus allen Naehten, nicht adaequat, unzureichend
Organisation: voellig ueberfordert, chaotisch
Image: Meine auslaendischen Kollegen rieben sich ob des choatischen Durcheinanders verwundert die Augen......,
"made in Germany", meinten sie, haetten sie sich doch anders vorgestellt..............,
nachdem sie schon mit dem "luxury high speed train" ICE aus Frankfurt mit erheblicher Verspaetung ("how is that possible - it's only one hour's drive..."?) in Koeln ankamen ....

P.S.
Schliesslich duerfen "wir dmexco-ler" nicht vergessen:
Nebendran in den Hallen fand parallel eine fuer Koeln und die Messe ebenso wichtige Veranstaltung statt:
Die Messe "Zukunft Personal".
Und gleich zwei gut besuchte Messen parallel........ ist halt fuer die Messe Koeln, wie hautnah zu erleben war, doch zuviel des Guten.......

Anonymous User 19. September 2015

Also Leute,

warum eine Veranstaltung wie die dmexco überhaupt in Köln stattfindet, war mir immer ein Rätsel. Warum nicht in einer Stadt, die wenigstens eine nennenswerte Konzentration relevanter Player aufweist. Hamburg zum Beispiel, oder Berlin, oder München.

Oder Frankfurt in Gottes Namen, wo man jedes Jahr mindestens ein halbes Dutzend Großevents mit dem linken kleinen Finger schaukelt. Und wo irgendwie jeder Besucher aus Deutschland stressfrei (und weitgehend überdacht) hinkommt.

Anyway, just sayin': Gute Messe, schlechter Ort.

Helau,
Doc

Anonymous User 19. September 2015

WOW! Was ein Luxusgejammer!

Anonymous User 18. September 2015

Du, Kalka! Warst du – wenn du nicht gerade eine Traditionsmarke wie die W&V ruinierst – mal bei den Medientagen, im feudalen München? Teuer bezahlte Tickets im strömenden Regen abholen? Und dann auch noch eine völlig unnötige Veranstaltung? Schau dir mal an, was die Kölnmesse, bei allen Unzulänglichkeiten aus der alten Tante "OMD" gemacht hat! Und nur weil du kein guter Journalist bist, ist München ja auch nicht hässlich! Also lass die Domstadt in Ruhe und freu dich über die gute Zeit, die du in einer der vier Metropolen dieses Landes erlebt hast.

Anonymous User 18. September 2015

Richtig ist, es gab definitiv einige organisatorische Probleme.
Die Messeorganisation (Köln Messe!) lief stellenweise etwas aus dem Ruder. Nervig fand ich die langen Schlangen am ersten Tag am Eingang, an den Toiletten und an den Cateringständen. Andere Messelocations bekommen das besser hin, auch die An- und Ausreise in und um Köln forderten einen gewissen Pioneergeist.

Könnte mir aber auch andere Formate für die Seminare der DEMXCO vorstellen, Open Space, Barcamps etc.

Statt den Ausstellerauftritten im klassischen Sinn wäre auch eine Art Marktplatzatmosphäre eine andere Alternative statt der gewohnten Präsentationen auf den Messeständen.
Wertvolle Inhalte sind aus meiner Sicht besser als der visuelle und inhaltsleere, prestigeträchtige Messeauftritt, den wir noch immer so lieben.Lieber Garagenatmosphäre und neue innovative Ideen auf der etwas anderen Messe.

Und die Aussteller machen dem Catering echte Konkurrent, Cupcakes, Sweets, Crepes, Bier, Wasser und Cocktails bis zum Abwinken. Ist der schnelle Kontakt und Lead für die Qualität des Messeauftrittes ausschlaggebend oder ist die Demexco eher ein Partybranchentreff oder auch Klassentreffen? Kontakte müssen qualitativ gut sein, die Quantität ist nur ein erster Rausch, der meist nichts nachhaltiges bringt, der Gedanken kommt einem, wenn man ein Eis oder einen Drink am Stand gegen Visitenkarte bekommt.

Gut gefallen haben mir die Start ups, die sind noch nicht fett, satt und fühlen sich etabliert. Pfiffige engagierte Teams mit Begeisterung für den Kunden, das hat mich beeindruckt.

Interessanter Aspekt, ob sich nicht eine Relaunch des Demexcokonzeptes lohnt und eventl. auch mal ein anderer, wechselnder Standort. Mir fehlte etwas die Innovation bei den Themen und den Messepräsentationen.

Alles in allem aber dennoch eine gute Veranstaltung mit Potenzial noch besser zu werden,

Mein Eindruck: Wir stehen vor einer oder schon inmitten einer echten digitalen Transformation, nur viele Etablierten der Szene wollen das nicht wahrhaben oder tun so als könnte man weitermachen wie bisher, böse Falle.

Anonymous User 18. September 2015

Alles völlig richtig, heftige Garderoben- und Beförderungsprobleme, gleichgültiges Personal. So ist Köln leider, Unprofessionalität und Desinteresse an Problemlösungen gehören dazu. Köln muss man sich schöntrinken oder nach Berlin ziehen.

Anonymous User 18. September 2015

Ich vermute, dass fast alle, die hier so sympathisch Tipps verteilen, die Messe nicht zu Fuss im strömenden Regen Richtung Bahnhof verlassen haben. :)
Habt euch lieb und ein schönes Wochenende an alle.

Anonymous User 18. September 2015

Junge, kauf Dir einen Schirm und ein paar Gummistiefel und konzentriere Dich auf Deinen Job!

Anonymous User 18. September 2015

SInd Sie Düsseldorfer?
@chaos_jochen: TOP!!!! :-)

Anonymous User 18. September 2015

Mmmh, ich weiß ja nicht, auf welchem Messegelände Herr Kalka war ... aber:

1.) Der Taxistand an der Koelnmesse, Eingang Nord, ist ebenso überdacht wie der Taxistand am Eingang Ost, West und Süd ...

2.) Wer zum Bahnhof Deutz will und in einem Shuttlebus zum Parkplatz P22 einsteigt, sollte etwas sehr wichtiges lernen: LESEN! Wohin die Reise geht, steht nämlich auf jedem Bus vorne über der Windschutzscheibe - sogar beleuchtet!

3.) Wer eine Currywurst AUF dem Messegelände isst, gehört erschlagen! Wo es die richtig gute Currywurst in Köln gibt, kann ggfs. bei mir erfragt werden.

4.) Der Bushalt am Bahnhof Deutz ist übrigens schon seit einigen Jahren mit Schotter und Splitt befestigt und nicht erst "seit kurzem" ...

5.) Für den Regen können auch wir Kölner nichts! Wir hätten hier auch liebend gerne durchgängig 25 Grad und Sonnenschein - vom 01.01. bis 31.12. eines jeden Jahres!

Die dmexco habe ich mir dieses Jahr, trotz Akkreditierung, gespart. Mir ging es auf den Sack, dass man ungefragt mit Massen von eMails, SMS und Anrufen bombardiert wurde, in denen man mit irgendwelchen hochwichtigen Diensten rund um das digitale Marketing bombardiert wurde, für die sogar wikipedia keinerlei Beschreibung vorgehalten hat!

Daher bleibt die dmexco ab sofort eine der wenigen Messen in Köln, die mich nicht mehr wiedersehen wird ...

Anonymous User 18. September 2015

Der frechste war die Pommes Currywurst für 8,10 Euro. Ist das deren ernst? Wie soll man als Azubi das zahlen können.

Anonymous User 18. September 2015

Ich liebe Köln, gerade auch wegen seiner Unzulänglichkeiten. Allerdings erwarte ich auf einem professionellen Branchentreff, auch eine professionelle Organisation. Worüber ich mich sehr geärgert habe, waren die unübersichtlichen Wege zu den Parkplätzen und die kaum zu erkennenden Wegweiser zu den Hallen und in den Gängen (das kann man ganz einfach viel besser machen). Dennoch: die dmexco ist ein absolutes Highlight und wie schön ist es, dass sie in Innovation aus Deutschland stattfindet ist.

Anonymous User 18. September 2015

Oh mann, habt ihr Probleme – das ist ja richtig peinlich.

Anonymous User 18. September 2015

Toll vor allem die Aufzählung der Namen. Alles Namen, die ich so richtig gar nicht mit dem Messeinhalt verbinde. Haben die sich verlaufen? Suchen die Anschluß an die neue Welt? :-)

Anonymous User 18. September 2015

schön ist auch die Geschichte um die Ticketpreise. Bisher immer umsonst nun - wenn man kurz entschlossen ist - kosten diese 400,-€! Einem Azubi wurde ein kostenloser Eintritt verwehrt, da er sich eine Woche zu spät meldete. Er sei ja kein Fachbesucher. Er ist - wohl gemerkt angehender Medienkaufmann!

Anonymous User 18. September 2015

Ich sage schon über Jahre hinweg, dass die Kölner Fröhlichkeit in manchen Punkten nur die totale Unfähigkeit überdeckt. Bei der ‪#‎DMEXCO‬ zeigt Köln immer wieder wie zutreffend diese Vermutung ist.

Anonymous User 18. September 2015

Herrlich - denn in etwa so habe ich meinen Kollegen die dmexco 2015 heute im Büro beschrieben. ,) demexco - top aber orga - flop. Trotzdem komme ich 2016 wieder.

PS: Und die Currywurst gab es wirklich im Trockenen in Halle 6 und ganz ohne Wartezeit.

Anonymous User 18. September 2015

Warum müssen wir immer so negativ sein? Bestimmte Punkte haben Optimierungspotential, schon ist richtig.

Aber im Gegensatz zu den letzten Jahren, hatte ich die ganze Zeit mobilen Empfang. Das allgemeine Platzproblem ist aus meiner Sicht gut gelöst worden und die Vorträge, an denen ich nicht teilnehmen konnte kann ich mir bald im Netz ansehen.

Anonymous User 18. September 2015

Einiges könnte man wirklich verbessern:

- Bus-Stationen wechseln (den zum Bahnhof direkt vorm Haupteingang starten lassen & nicht verstecken -- wie früher!)
- In Köln endlich Touch & Travel anbieten

Überteuert ist hier nichts, wenn man bedenkt, dass der Eintritt gratis ist. Ich war allerdings dauersatt. Keine Ahnung, warum! ;-) In der Halle 6 ist der Essbereich überdacht und immer wenig los

Damen-WCs werden *immer* ein Problem bleiben. Weitestgehend übersehen wurden allerdings die zusätzlichen Container zwischen den Hallen und ein Geheimtipp bleiben die WCs im dritten Stock des Kongresses. Da ist wirklich niemand!

Hallenpläne druckt man sich vorher aus und markiert die interessanten Stände. Allerdings könnte man wirklich mal die Hallennummer in den Hallen an die Decke hängen. Manchmal vergesse ich die nämlich. :-)

Aber hey, trotzdem eine super Messe! Danke dafür.

Anonymous User 18. September 2015

Nur weil mal ein paar Tröpfchen Regen durch die Lüfte fliegen und ein Busschildchen fehlt, muß man nicht gleich die ganze Stadt durch den Schlamm ziehen ;o)
Gerade wenn Dinge nicht reibungslos funktionieren, kommt man doch prima in den Dialog und kann sich nach so einer digitalen Veranstaltung mal wieder im analogen Austausch üben.
Gerne würde ich mit Herrn Kalka in den kölschen Dialog, gerne bei einer Stadtrundfahrt mit der KVB am 11.11. :o)

Anonymous User 18. September 2015

Für alle, die es nicht verstanden haben: Genau deshalb liebe ich Köln! Und, ja, ich freue mich auf die nächste Dmexco!

Anonymous User 18. September 2015

Ja genau. Die letzten Jahre war es schon so seltsam, dass ich mir immer vorkam wie auf dem Schulausflug. Dieses Jahr dann ein rießen Hype um die DMEXCO und ich wusste schon, oh weh, das wird voll. Es wurde dann noch voller. Wie ist es denn auf anderen Messen in Köln? Ich kenn nur die DMEXCO? Lasst uns doch die DMEXCO nach DüDo, MUC oder Berlin packen? Berlin wäre doch super!

Anonymous User 18. September 2015

Vielen Dank für das Kompliment. Karneval können wir wirklich gut! Außerdem scheinen wir Kölner die Eigenschaft patentiert zu haben, das Beste aus allem zu machen. Wir scheinen wohl nicht so typisch deutsch zu sein, wie es im obigen Artikel kritisiert wird (Wall-Thematik). Ich für meinen Teil bin darauf sehr stolz und immer wieder froh, in einer Stadt zu leben, die sich auch selbst aufs Korn nehmen kann und dafür keinen Chefredakteur eines sich sehr wichtig nehmenden Magazins benötigt. Vielleicht sollten Sie, lieber Herr Kalka, unsere Stadt abseits der DMEXCO besuchen und sich bei einem Kölsch einfach mal entspannen.

Anonymous User 18. September 2015

Kalka spricht mir so aus dem Herzen.
Drinnen alles digital, draußen die analoge Realität, völlig ineffektives Personenbeförderungskonzept, kein überdachter Wartebereich, unfreundlicher muffige Busfahrer der schwitzende Passagiere im Stau egal wo hin fährt, bis der ganze Bus brüllte: open the doors - please.
Blöde, dass man künftig den Messebesuch offensichtlich am Morgen schon abbrechen müßte ...

Anonymous User 18. September 2015

This article belongs more to the website firstworldprblems.com than in here.
I went to the DMEXCO on my bike (didn't get wet at all), took my own food with me (because I know from last year how the lines are long and the China box expensive and not really good), walked on heels almost the whole day and wouldn't complain because that's a choice. As soon as I got tired, I took out my ballerinas.
I find it ironical, for someone who's happy about the content of the DMEXCO (digital marketing), you don't really seem to believe in it. So for next year here's a little help:

1. Download the App Wetteronline.de (very accurate to forecast the rain)
2. Download the App VRS, there you can find all infos about trains in and around Köln, as well as buy directly your ticket in the app.
3. If you're a carsharing user, download the car2go or drive now app, and drive yourself into the traffic of cologne to the event.
4. there are also enough carsharing bikes in Köln: also a possibility (and you wouldn't have to hit traffic)
5. yes, people on bikes will ring at passers-by on their way (or do you prefer to be run over by them?)
6. download the app DMEXCO: there you have all informations. Conferences schedules, messeplan and so on.
7. download your ticket in your passbook on your smartphone ( I didn't have any problems to get my id with it)
8. Nothing to eat that satisfy your palet? Don't eat for a couple of hours, there's worst problems in life.

I could go on with this list, but I think the point is clear: if you aren't coming to this event for the first time, then maybe you have a problem with organisation. So I want to say: Chaos Jochen and not Chaos Köln!

Anonymous User 18. September 2015

Und bei den Frauen haben zudem die extrem langen Warteschlangen an allen (!) Toiletten dazu geführt, dass man es zu den anschließenden Terminen sowieso nicht pünktlich schaffen konnte.

Anonymous User 18. September 2015

Mimimimi ...

Jetzt seid ihr ja wieder zurück und in geordneten Verhältnissen. Köln liebt euch trotzdem und freut sich, euch auch nächstes Jahr wieder in der schönsten Stadt Deutschlands zu begrüßen!

Anonymous User 18. September 2015

Bei aller Hochachtung für Titel und Verfasser... Stöckelschuhe im Kies, ein bisschen Regen beim Anstehen für die Currwurst, ein bisschen Orientierungslauf, ein bisschen warten. Kein Sushi, kein Thai. Ist das - in Anbetracht dessen was aktuell andere aushalten müssen - wirklich wichtig ? Oder eher - im Kontrast betrachtet - die perfekte Beschreibung eines Luxusproblems ?
Im übrigen: lieber eine inhaltlich gelungene Messe (selten genug !) mit Organisationsproblemen als andersherum...

PS: ich war mehrere Jahre Gast in Köln und kann nur sagen: von der Fähigkeit, Dinge gelassen und mit Humor zu nehmen, können viele noch was lernen... und ob sich die Kölner über den Einfall von 43000 Werbern wirklich so freuen ? (vgl. jüngste Imagestudien hierzu ;-) ).

Anonymous User 18. September 2015

Die China-Box wollte ich mir auch holen. Ich hätte allerdings mindestens 2 holen müssen, um halbwegs satt zu werden. Das Geld wollte ich dann lieber für zwei Taxen sparen. Im Vapiano habe ich dann ordentlich rein gehauen. Nicht sonderlich lecker, aber es war ganz okay. Die Organisation hätte wirklich besser sein können. Ich muss allerdings auch sagen, dass ich, durch die Gamescom, auch anderes kenne.

Anonymous User 18. September 2015

Der Veranstalter muss sich wirklich fragen lassen, wieso diese Messe in der Chaos-City Cologne und nicht in Düsseldorf stattfindet. Infrastruktur in der Stadt und auf dem Messegelände, das Messegelände selbst, die Anzahl der Taxen, ... Alles ist dort besser. Manchmal ist "back to the roots" der richtige Weg. Darüber sollte man für 2016 nachdenken!

Anonymous User 18. September 2015

Leider wahr. Die Veranstaltung ist als Ausssteller leider auch mit vielen Schatteseiten seitens der Messe Organisation der kölnmesse versehen. Späte oder keine Kommunikation und schlechte Organisation und schlechter Service, überteuerte Preise für Standplätze und Zusatzangebote etc.

Anonymous User 18. September 2015

In der Tat, genau das habe ich auch alles gedacht, ein Armutszeugnis...

Der Taxifahrer, der mich morgens zur dmexco gefahren hat, sagte er würde am Ender der Messetage nicht zur Messe fahren, auch wenn dort ohne Ende Fahrgäste warten würden, da die Verkehrssituation so katastrophal sei, dass es sich für ihn nicht lohnen würde.

Anonymous User 18. September 2015

Leider wahr - und das ist "nur" die Besucherperspektive ... auch für Aussteller gibt´s was die behördenmässige Organisation betrifft nicht viel zu lachen ... aber zu zahlen.

Anonymous User 18. September 2015

Die Beschilderung war auf jeden Fall unterirdisch. Wer die Einfahrt zum Besucherparkplatz verpasste, durfte erst einmal die ganze Messe umrunden - natürlich im Stau, wie es sich für Köln gehört.
Es wäre ja zu schön gewesen, eine Currywurst zu ergattern - von mir aus auch im Regen. Aufgrund der langen Schlange entschied ich mich aber dann für die "China"-Nudeln in der halbvollen Pappbox zum sportlichen Preis von fast 10 EUR. Alternativen gab es ja nicht. Wie auch immer - der Hunger treibt's rein :-)

Anonymous User 18. September 2015

Nun fehlt nur noch, dass der Fahrkartenautomat weder Scheine noch eine EC-Karte akzeptiert, der geneigte Eilige fährt dann eben schwarz. Danke Köln, das war aufregend!

Anonymous User 18. September 2015

Auch schön: wer zwischen 12-14 Uhr irgendwo (und nicht nur draußen an der Currywurstbude) Essen auftreiben wollte, musste lange stehen, sondern durfte auch nicht wählerisch sein. Ich (und viele noch hinter mir) wurde 3x nach langen Wartezeiten weitergeschickt, denn dann gab es es: Kein Sushi. Kein Indisch. Kein Thai. Und so zogen wir alle weiter, wie die Nomaden von Grasfleck zu Grasfleck. Und trotzdem werden wir uns nächstes Jahr dort alle wiedersehen. Und nass werden. Und wundern. Und drauf freuen.

Anonymous User 18. September 2015

Wie wahr. Aber woanders auch nicht ganz so wirklich anders...
An dieser Stelle einen besonderen Dank an den Busfahrer, der am Parkplatz 22 einfach seine Route änderte und eine Sondertour zum Bahnhof Deutz einlegte, statt die Leute im stärksten Schauer des Tages stehen zu lassen!

Anonymous User 18. September 2015

Toll auf den Punkt gebracht!

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