BVDW-Mitgliederumfrage :
DSGVO: 43 Prozent der Digitalfirmen schränken Aktivitäten ein

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft schlägt Alarm: Nach einer Mitgliederbefragung sieht der Verband das Wachstum der Branche in Gefahr - wegen der Datenschutzgrundverordnung.

Text: Markus Weber

DSGVO und kein Ende: Manche Dienstleister schlagen aus der verbreiteten Unsicherheit Kapital.
DSGVO und kein Ende: Manche Dienstleister schlagen aus der verbreiteten Unsicherheit Kapital.

278 Experten aus den BVDW-Mitgliedsunternehmen haben sich an der Blitzumfrage beteiligt. Demnach haben 43 Prozent der Unternehmen ihre digitalen Aktivitäten eingeschränkt. Fünf Prozent haben bereits Abmahnungen erhalten. 56 Prozent der Firmen geben an, dass sich die Datenschutzreform negativ oder sehr negativ auf die Umsatzentwicklung auswirke.

"Das ist absolut alarmierend", sagt BVDW-Vizepräsident Thomas Duhr (IP Deutschland). "Jetzt regiert die Unsicherheit, die in diesem Fall eine gesamte Wirtschaft lähmt."

Eine stichprobenartige W&V-Umfrage unter BVDW-Mitgliedern ergab freilich ein anderes Bild: Von Axel Springer, Deutsche Telekom, Otto und der Deutschen Bahn heißt es unisono, es seien keinerlei negativen Auswirkungen auf das Geschäft erkennbar.

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Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.