Inspirationsquelle Snapchat :
Facebook peppt Kamera-Funktion auf

Facebook überarbeitet die Kamera-Funktion der App. Die User können jetzt über das Smartphone "Stories" erstellen - ganz wie man das von Snapchat kennt.

Text: Ulrike App

Facebook hat sich die Kamera-Funktion der App vorgenommen.
Facebook hat sich die Kamera-Funktion der App vorgenommen.

Facebook hält an der bewährten Copy&Paste-Strategie der vergangenen Monaten fest: Snapchat dienst als Inspirationsquelle. Facebooks hauseigene App wartet jetzt mit einer neuen Kamera-Funktion auf. Die Nutzer sollen so einfacher Bilder und Videos kreativ gestalten können. Der US-Konzern kündigt das Update für diese Woche an.

"Die Art, wie Leute ihre Neuigkeiten teilen, hat sich stark verändert", so Produktmanager Sachin Monga. Am Anfang seien es vor allem Text-Mitteilungen gewesen, jetzt dominierten Fotos, in Zukunft würden es Videos sein.

Die Konsequenz: Das Kamera-Symbol bekommt jetzt einen prominenteren Platz in der Facebook-App. Die User können mit Spezialeffekten rumspielen, beispielsweise Gesichter mit Bärten versehen oder den Stil berühmter Maler imitieren. Außerdem arbeitet die Marke mit internationalen Künstlern wie Douglas Coupland und Hattie Stewart zusammen, die für ständigen Effekte-Nachschub sorgen sollen.

Facebook führte die "Stories" bereits bei Instagram sowie bei den Kurzmitteilungsdiensten Whatsapp und Facebook Messenger ein. Jetzt kommt die Haupt-App dran. Außerdem bietet Facebook den Nutzer die Option "Direkt" an: Hier können ausgewählte Freunde für eine eingeschränkte Zeit die Fotos und Videos sehen.

Facebook liefert gleich ein Argument mit, warum kopiert wird: "Wir sehen das heute als eine Art Standard für die Branche", schreibt Monga in einem Blogpost zum "Stories"-Format. Facebook wolle seinen Nutzern die Handhabe so einfach wie möglich machen. "Teil von diesem Job ist auch, so viel wie möglich überall zu lernen." Das Teilen von Fotos und Videos sei zum Beispiel ein allgemeiner Trend im Netz. "Wir denken darüber nach, wie wir diese Trends in unserem Service abbilden können - und manchmal bedeutet das auch, ein Format zu adaptieren, bei dem ein anderer Dienst der Vorreiter war."