China :
Luxus-E-Commerce-Plattform Toplife geht an den Start

Der chinesische Händler JD.com startet in China die Luxus-E-Commerce-Plattform Toplife - und macht damit vieles deutlich besser als Amazon bei uns. 

Text: Verena Gründel

In China wird weltweit am meisten Geld für Luxusgüter ausgegeben.
In China wird weltweit am meisten Geld für Luxusgüter ausgegeben.

Amazon beißt sich am Onlinehandel mit Luxuswaren die Zähne aus. Viele hochpreisige Labels verschmähen die Plattform, weil ihnen die Umfelder nicht hochwertig genug sind und sie keine Kontrolle über den Markenauftritt haben. Der chinesische Einzelhändler JD.com will jetzt alles besser machen und startet die Plattform Toplife - für den chinesischen Markt. 

Auf ihr können sich Luxus-Marken einen digitalen Flagship-Store nach ihren individuellen Wünschen einrichten. So sollen sie die volle Kontrolle über ihren Markenauftritt erhalten. Außerdem ist die Plattform hochpreisigen Labels vorbehalten, sodass das hochwertige Umfeld gewahrt wird. Unter anderem La Perla, Emporio Armani, Rimowa vom Luxuskonzern LVMHDyson, B&O Play und Trussardi sind bereits an Bord.

Neben der Plattform bietet Toplife den Herstellern Dienstleistungen wie Lieferung, Kundenservice oder ein auf Luxusgüter ausgerichtetes Warenlager. 

China ist für Luxushersteller einer der weltweit lukrativsten Märkte. Einer aktuellen Studie von McKinsey zufolge haben chinesische Käufer 2016 ein Drittel des Umsatzes im globalen Luxusmarkt ausgemacht. Pro Haushalt gaben sie umgerechnet mehr als 9200 Euro aus. Für 2025 erwarten die Marktforscher, dass ihr Anteil auf 44 Prozent des Marktes wächst.


Autor:

Verena Gründel

ist seit April 2017 für das Marketingressort der W&V tätig. Davor schrieb sie für iBusiness über Digitalthemen. Nach Feierabend kocht und textet sie für ihren Foodblog – und gleicht das viele Essen mit ebenso viel Sport aus. Wenn sie länger frei hat, reist sie am liebsten mit dem Auto durch Lateinamerika, von Mexiko bis an die Südspitze Argentiniens.