W&V-Titelgeschichte :
Mediakraft-Gründer haben Millionen-Deal verpasst

Die Gründer von Mediakraft haben den besten Zeitpunkt zum Ausstieg nicht genutzt. Nach W&V-Informationen hätten sie im vergangenen Juli einen zweistelligen Millionenbetrag für ihr Youtube-Netzwerk kassieren können.

Text: Leif Pellikan

- 5 Kommentare

Die Gründer des Youtube-Netzwerks Mediakraft haben den besten Zeitpunkt des Verkaufs verpasst. Nach dem Abgang von Florian "LeFloid" Mundt, Simon "Unge" Wiefels und dem Trio um ApeCrime sind gleich mehrer Channels aus dem Top-40-Ranking der grössten deutschen Youtuber verloren gegangen.

"Natürlich ist jeder Abgang schade, und wir bedauern das", sagt Mediakraft-Chef Spartacus Olsson. "Die einen gehen, die anderen kommen.“ Die Kraft eines Netzwerks zeige sich aber auch daran, Künstler aufbauen zu können. "Und das haben wir besser bewiesen als jeder andere im Markt." Nicht bestreiten kann Olsson jedoch, dass die Abgänge der Firma geschadet haben - eine Verkettung unglücklicher Entscheidungen.

Noch vergangenen Juli wurde das Münchner Start-up mit rund 58 Millionen Euro bewertet. Die Gesellschafter um die drei Gründer Olsson, Christoph Krachten und Jan Schlüter (der seinen Posten als Vermarktungschef inzwischen aufgegeben hat) lehnten den Ausstieg damals ab. Interessiert an einer Übernahme war dem Vernehmen nach auch Axel Springer. Statt dessen gab es eine weitere Finanzierungsrunde in Höhe von 16,5 Millionen Euro. Dadurch reduzierten sich die Anteile der Gründer auf jeweils rund 17 Prozent - an einem Unternehmen, das jetzt in der Krise steckt.

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Autor:

Leif Pellikan
Leif Pellikan

ist Redakteur beim Kontakter und bei W&V. Er hat sich den Ruf des Lötkolbens erworben - wenn es technisch oder neudeutsch programmatisch wird, kennt er die Antworten. Wenn nicht, fragt er in Interviews bei Leuten wie Larry Page, Sergey Brin oder Yannick Bolloré nach. 



5 Kommentare

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Anonymous User 20. Januar 2015

Wo Bitteschön sind die 16,5 Millionen hin?

Anonymous User 20. Januar 2015

Wo Bitteschön sind die 16,5 Millionen hin?

Anonymous User 20. Januar 2015

der grund wieso in Deutschland viele Startups nicht vom fleck kommen oder nur kurzlebig sind, ist der größenwahn der viele gründer hier sofort befällt. so auch die mediakraft leute.

Anonymous User 19. Januar 2015

@Markus Moretti Olsson. Sorry, der Artikel wurde beim DLD auf dem iPad geschrieben. Soll aber keine Entschuldigung sein. Danke für den Hinweis! Ist korrigiert.

Anonymous User 19. Januar 2015

Wie heißt er denn nun? Olsson, Olson oder Olsen? Drei Schreibweisen in einem kurzen Artikel muss man erstmal schaffen... habt Ihr das Lektorat verkauft? Ach nee, das war ja Burda.

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