Mobile Advertising :
Nachfrage nach In-App-Werbung steigt stark

Wenn Smartphone-Besitzer ihr Gerät nutzen, sind sie zu 80 Prozent der Zeit mit Apps beschäftigt. Das wirkt sich intensiv auf den Werbemarkt aus.

Text: Manuela Pauker

Für Werbung in Smartphone-Apps wird weltweit mehr ausgegeben.
Für Werbung in Smartphone-Apps wird weltweit mehr ausgegeben.

Die Smartphone-Besitzer weltweit verbringen mittlerweile 80 Prozent der Zeit, in der sie ihr Gerät nutzen, mit Apps. Zu dieser Erkenntnis kam jetzt die Real-Time-Advertising-Plattform Smaato in ihrem "Global Trends in Mobile Advertising Report" für das dritte Quartal 2017. Kein Wunder also, dass dass auch In-App-Werbung den Mobile-Markt mittlerweile dominiert.

Ein Trend, der mittlerweile weltweit greift – das ergab die Auswertung der rund 1,5 Billionen im dritten Quartal 2017 über die Plattform Smaato ausgelieferten Ad Impressions: Der In-App-Bereich verzeichnete weltweit in sämtlichen Top-20-Ländern der mobilen Werbemärkte mindestens 85 Prozent für sich.

Smaato-Analyse

Der Anstieg der Werbeausgaben für mobile Videos lag bei der Plattform weiterhin über den Ausgaben für alle anderen Ad-Formate, wobei die Ausgaben für Video Ads innerhalb nur eines Quartals um über 90 Prozent anstiegen. Werbeflächen, die mobile Videos abspielten, verzeichneten laut der Untersuchung durchschnittlich 4,1-mal höhere eCPM ("effective Cost-per-1000-Impressions")-Werte als Werbeflächen mit Anzeigenformaten ohne Videos.

Die Analyse ergab außerdem, dass der Großteil der mobilen Werbeausgaben auf die Zielgruppe der Millenials abzielt: Sie machen weltweit einen Anteil von 79 Prozent aus. Für sie wurden auch die höchsten eCPM bezahlt.

iOS liegt bei Werbungtreibenden weiter vorn

Auffällig ist auch, dass das Apple-Betriebssystem iOS bei Werbungtreibenden immer noch am beliebstesten ist - hier wirkt wohl immer noch das Bild von den vermeintlich kaufkräftigeren iPhone-Butzern. Und das, obwohl Android inzwischen global einen Anteil von rund zwei Drittel für sich beansprucht. Die eCMP-Werte von iOS lagen dennoch um 30 Prozent über den Werten von Android-Geräten.

Größter Smartphone-Markt ist weiterhin China mit mehr als 724 Millionen Nutzern. Zum Vergleich: In Deutschland sind es aktuell um die 60 Millionen, die ein solches Gerät besitzen. Auch die Werbenutzung stiegt in China rapide an: Die mobilen Ad Request stiegen dort im Laufe dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr um 64 Prozen. Zugleich legten die eCPM für Werbeflächen auf mobilen Geräten innerhalb des Landes um 74 Prozent zu.


Autor:

Manuela Pauker
Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde