Livestream auf Twitch :
Özil spielt Fortnite und alle dürfen zuschauen

Starallüren? Fehlanzeige: Fußballer Mesut Özil streamte sein zweistündiges Fortnite-Abenteuer live bei Twitch. Mit dabei war auch ein ehemaliger Schalker. 

Text: Maximilian Flaig

Mit Hund im Rucksack zieht Özil in den Kampf.
Mit Hund im Rucksack zieht Özil in den Kampf.

Wer mal wieder ein Spiel von Mesut Özil live sehen wollte, hatte gestern Abend die Gelegenheit dazu. Statt des roten Trikots von Arsenal London trug der Fußballer allerdings weiße Cap und dicke Kopfhörer. Doch nicht nur das Outfit erschien ungewöhnlich. Auch die Disziplin war eine andere. Statt zu dribbeln, passen und auf's Tor zu schießen, ballerte Özil mit einer Schrotflinte auf seine Gegner und segelte per Fallschirm über eine Insel. 

Gestern stand nämlich kein Premier League-Match, sondern der Multiplayer-Hit Fortnite auf dem Programm. Über die Video-Plattform Twitch konnten Fans Özil zwei Stunden lang beim Zocken zuschauen. Den Livestream hatte der gebürtige Gelsenkirchener kurz vorher auf Twitter angekündigt. 

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"Wo sind alle hin, Bruder?"

Zusammen mit "turkishtorressss", "Tubishhh" und "SeoKol31", hinter letzterem verbirgt sich Vereinskollege und Ex-Schalker Sead Kolašinac, zog "M10 88" in die Schlacht. Und das war stellenweise recht unterhaltsam, was auch daran lag, dass der Profi keine Starallüren zeigte.

Özil fluchte, mal auf Deutsch, mal auf Türkisch, feixte, wenn einer seiner Kumpels ins Gras biss und forderte seine Mitspieler auf, zu "pushen", oder wenigstens "nicht direkt zu sterben." Als keine Gegner mehr zu sehen waren, fragte er im feinsten Straßen-Slang: "Wo sind alle hin, Bruder?"

Dazu, ob er nach seiner Fußballkarriere eine Laufbahn als E-Sportler anstrebt, hat sich Özil noch nicht geäußert. Fest steht jedoch: Mit dem international nach wie vor populären Testimonial Özil ist Fortnite und Twitch ein PR-Coup gelungen. 


Autor:

Maximilian Flaig

Unterstützt als Werkstudent die Redaktion in allen Bereichen. Während seines aktuellen Masterstudiengangs American History, Culture and Society schrieb Maximilian Flaig bereits für die "Süddeutsche Zeitung".