Teads wertet Bewegtbildwerbung aus :
Online stirbt der klassische TV-Spot aus

Das sich langsam aufbauende Erzählmuster der klassischen TV-Werbung über 30 Sekunden hinweg hat fürs Netz laut Teads ausgedient.

Text: Judith Pfannenmüller

Die Marke Tchibo überzeugt mit kurzen Spots im Netz.
Die Marke Tchibo überzeugt mit kurzen Spots im Netz.

Zu lahm und zu dröge - Online funktionieren die klassischen TV-Spots nicht mehr. Das jedenfalls behauptet der Video-Advertiser Teads in einer aktuellen Auswertung. 30 Sekunden, bis die Marke zu erkennen ist oder die Pointe kommt - das sich langsam aufbauende Erzählmuster der klassischen TV-Werbung hat fürs Netz laut Teads ausgedient, zumindest in Deutschland.

Online und auf Smartphones müssen Spots schneller das Interesse der User wecken und die Markenbotschaft zu Beginn transportieren: "Werbemittel, die schnell auf den Punkt kommen und idealerweise den User zur Interaktion einladen, erzielen nachweislich bessere Ergebnisse", sagt Teads-Deutschland-Geschäftsführer Nicolas Poppitz.

Warum fürs Netz optimieren?

Im Durchschnitt könnten optimierte Anzeigen die Interaktion der User mit dem Werbemittel um bis zu 50 Prozent erhöhen und die Markenerinnerung um bis zu 117 Prozent steigern. Mit optimierten Video-Spots habe beispielsweise Absolut Vodka die Klick-Rate um 154 Prozent steigern können. Die Whiskey-Marke Jameson kam dadurch immerhin noch auf 57 Prozent mehr Klicks.

Hierzulande nutzen Werbungtreibende bereits mehrheitlich Videowerbung, die an die Erfordernisse von Online und Mobile angepasst ist: Jedenfalls sind mehr als 70 Prozent der Impressions, die Teads für Werbekunden über seine Plattform ausspielt, inzwischen optimierte Video-Spots. Die deutschen Marketer verzichten damit häufiger als in den USA oder Großbritannien darauf, eine TV-Kampagne einfach ins Netz zu verlängern ohne sie für diese Kanäle anzupassen. Bei den Top-6-Sekündern auf YouTube mischen Marken wie Tchibo, Mövenpick oder Scholl stark mit. 

So kann eine kurze Bewegtbildvariante aussehen:

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Teads hatte eine solche Untersuchung erstmals 2016 in den USA durchgeführt. 


Autor:

Judith Pfannenmüller
Judith Pfannenmüller

ist Korrespondentin für W&V in Berlin. Sie schaut gern hinter die Kulissen und stellt Zusammenhänge her. Sie liebt den ständigen Wandel, den rauhen Sound und die thematische Vielfalt in der Hauptstadt.