Facebook, Instagram, Snapchat & Twitter :
Paid Social: Tipps für Werbung in den vier größten Netzen

Social-Media-Werbung gehört heute in jeden Marketingmix. Wir haben einige Tipps für Paid Ads auf Facebook, Instagram, Snapchat & Twitter zusammengestellt. 

Text: Verena Gründel

Die Social-Media-Nutzung findet immer mehr mobil statt: Zum Beispiel melden sich 27 Millionen Deutsche täglich mit ihrem Mobilgerät bei Facebook an.
Die Social-Media-Nutzung findet immer mehr mobil statt: Zum Beispiel melden sich 27 Millionen Deutsche täglich mit ihrem Mobilgerät bei Facebook an.

Die Einstiegshürde für Social-Media-Werbung ist niedrig. Ein paar Werbe-Euro reichen aus, um die Reichweite deutlich zu erhöhen. Durch die guten Targeting-Möglichkeiten lassen sich selbst kleine Budgets besonders effizient einsetzen. Oftmals zahlen Social Ads direkt auf die Konversionsrate ein und haben einen unmittelbar messbaren ROI. Schließlich leiten sie den Nutzer ohne Umwege auf die eigene Landingpage. 

Die Vorteile sprechen für das Medium. Aber nicht nur die: Die sinkende organische Reichweite in den Netzwerken erfordert neue Strategien. Jeder, der Social-Media-Marketing 2018 ernsthaft betreiben will, kommt um Paid Social nicht herum. Die folgenden Tipps für die vier wichtigsten B2C-Netzwerke, Facebook, Instagram, Snapchat und Twitter, zeigen, wie bezahlte Social-Media-Werbung funktioniert. 

Facebook

  1. Videowerbung wird immer wichtiger, weil der Bewegtbildkonsum auf der Plattform steigt. Jeden Tag werden dort 100 Mio. Stunden Videocontent konsumiert. Die mittlere Betrachtungsdauer von gesponserten Videos liegt bei 5,7 Sekunden – bei organischen sind es 16,7 Sekunden. Das sollte bei der Videokomposition bedacht werden.
  2. Die mobile Nutzung dominiert: In Deutschland melden sich 27 Millionen Menschen täglich mit ihrem Mobilgerät bei Facebook an. Deswegen sollten Marken ihre Kampagnen mobile-first kreieren. Beispielsweise gilt: Weil Nutzer 41 Prozent schneller durch den mobilen Newsfeed scrollen als durch den am Desktop, sollten mobile Ads zügiger zu erfassen sein. 
  3. Aufgrund der breiten Targeting-Optionen ist es wichtig, eine Strategie zu verfolgen, Hypothesen aufzustellen und diese dann zu testen. "Nur so lässt sich nachhaltig Geld sparen und der Return on Invest optimieren", erläutert Helge Ruff, Geschäftsführer von 1-2-Social.

Instagram

  1. Der Fokus liegt auch bei Werbeanzeigen auf Ästhetik – schließlich sollen sie sich in die Bildwelten von Instagram einfügen. Deshalb funktionieren kreative, inspirierende und visuell hochwertige Inhalte am besten. 
  2. Der Trend auf Instagram geht in Richtung Stories. Anzeigen in diesem Bereich werden gut angenommen und zeigen eine gute Performance. Da sie vergänglich sind, bieten sich Anzeigen mit kurzlebigem Inhalt an. Marken können Interesse wecken, indem sie Informationen teilen, die es nur dort gibt: einen Teaser für ein neues Produkt oder ein Blick hinter die Kulissen – gerade so viel, dass die Nutzer neugierig werden und mehr herausfinden wollen. 
  3. Instagram ist das am schnellsten wachsende unter den großen Netzwerken. Seine Bedeutung als Marketingkanal wird 2018 weiter stark steigen. Anzeigen auf dem Portal „bringen noch vergleichsweise günstig hohe Reichweiten und viel Interaktion“, beobachtet Helge Ruff. Das richtige Targeting ist Voraussetzung. 

Snapchat

  1. Ähnlich wie bei den Instagram-Stories gilt, dass auch die Anzeigen auf Snapchat für die Nutzer nicht zu werblich sein sollten. Sie müssen inspirierend erscheinen, auf den Punkt kommunizieren und dennoch wie eine Story wirken, empfiehlt Helge Ruff. 
  2. Werbeformate wie die Linsen oder Filter sind außergewöhnlich und aufmerksamkeitsstark. Wer auf Snapchat mit Snap Ads oder Promoted Stories wirbt, sollte darüber hinaus mit den beiden kreativen Elementen experimentieren. 
  3. Marken können Snapcodes nutzen, mit denen die Nutzer versteckte Filter oder Linsen freischalten können. So verschmilzt für sie nicht nur die Offline- mit der Mobile-Welt. Die Exklusivität dieser Filter und Linsen macht sie besonders spannend. 

Twitter

  1. Die Zielgruppe von Twitter ist reifer und deutlich kleiner als die der anderen genannten Netzwerke. Deshalb sollte man sich genau überlegen, ob man seine Zielgruppe auf Twitter findet. Wenn ja, dann bietet Twitter Werbemittel, mit denen interagiert wird – und eine interaktionsfreudige Nutzterschaft.
  2. Twitter ist ein Echtzeitmedium. Das sollten Kampagnen ausnutzen. Zum Beispiel bietet es sich an, an Hashtags für Fernsehsendungen oder Events zu sponsern und diese medial zu begleiten. 

Mehr zum Social-Media-Advertising lesen Sie in einer Übersicht in der aktuellen Ausgabe 9 der W&V. Sie gehört zur dreiteilige Serien "So geht Social-Media-Marketing heute". Bestellen Sie hier Ihr Serien-Bundle.


Autor:

Verena Gründel

ist seit April 2017 für das Marketingressort der W&V tätig. Davor schrieb sie für iBusiness über Digitalthemen. Nach Feierabend kocht und textet sie für ihren Foodblog – und gleicht das viele Essen mit ebenso viel Sport aus. Wenn sie länger frei hat, reist sie am liebsten mit dem Auto durch Lateinamerika, von Mexiko bis an die Südspitze Argentiniens.