Die Sprachsteuerung hinkt hinterher

Und dann ist da noch die Schwierigkeit mit Siri. Die war zwar Pionier auf dem Gebiet der Sprachsteuerung. Aber Apple hat es verpasst, sie weiterzuentwickeln. Nun zeigt sich, dass Google und Amazon weiter sind: Nach Meinung der Testredakteure ist Siri unflexibler und kann deutlich weniger als die Konkurrenten, die bereits Stimmen verschiedener Nutzer erkennen.

Auch haben sie mehr Skills unabhängiger Anbieter, beziehungsweise "Actions" bei Google, integriert haben. "Wer beispielsweise auf Zuruf über Mytaxi einen Wagen bestellen oder via Lieferando etwas zu Essen bestellen will, sollte am besten weiterhin Alexa fragen", lautet ihr Fazit. 

Immerhin lässt sich Apples Netzwerklautsprecher problemlos einrichten und als Smart-Home-Zentrale zur Steuerung kompatibler Geräte nutzen, schreiben sie. 

Der Homepod sollte sich öffnen

Der Homepod ist also eher etwas für den eingefleischten Apple-Fan, der das geschlossene System gewohnt ist. Die breite Masse wird Amazons Echo oder Google Home bevorzugen. Damit richtet sich Apple an eine äußerst kleine Zielgruppe, denn ohne ein Abo des eigenen Musikdienstes macht die Anschaffung aktuell kaum Sinn.

Offen bleibt, ob Apple den Homepod per Software-Update nicht nachträglich doch noch anderen Musikdiensten und Apps gegenüber öffnet. Das würde sich sicherlich positiv auf die Verkaufszahlen auswirken. 

So warb Apple im Frühjahr für den Homepod:

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Autor:

Verena Gründel

ist seit April 2017 für das Marketingressort der W&V tätig. Davor schrieb sie für iBusiness über Digitalthemen. Nach Feierabend kocht und textet sie für ihren Foodblog – und gleicht das viele Essen mit ebenso viel Sport aus. Wenn sie länger frei hat, reist sie am liebsten mit dem Auto durch Lateinamerika, von Mexiko bis an die Südspitze Argentiniens.