In den dm-Märkten werden derzeit verschiedene Möglichkeiten des bargeldlosen und kontaktlosen Karteneinkaufs getestet. Auch soll die Netzinfrastruktur in allen Läden ausgebaut werden. Im Internet ist der Konzern zudem etwa mit Videos präsent, in denen Verbrauchertipps gegeben werden. Auch wirbt das Unternehmen mit "Influencern" und Bloggerinnen.

Der Branchenprimus ist seit Jahren auf Wachstumskurs und legte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/17 (September 2017) zu: Konzernweit wuchs der Umsatz um 5,7 Prozent auf 10,26 Milliarden Euro, in Deutschland um 4,8 Prozent auf 7,86 Milliarden Euro. Für dm arbeiten in zwölf europäischen Ländern 59 046 Beschäftigte, in Deutschland 39 906. Die Umsatzrendite liegt demnach seit Jahren zwischen ein und zwei Prozent.

Investitionen in Digitalisierung verdoppeln

Das Unternehmen investierte im vergangenen Geschäftsjahr allein in Deutschland 175 Millionen Euro in Digitalisierung, in 67 neue Märkte und die Renovierung alter Filialen. Die Zentrale in Karlsruhe bekam einen Neubau und in Wustermark westlich von Berlin ist ein neues Verteilzentrum geplant. "Im laufenden Geschäftsjahr werden wir unsere Investitionen voraussichtlich verdoppeln", sagte Harsch.

Im Visier hat dm neben dem Onlinehandel im Ausland auch den italienischen Markt. Ein Teil des Sortiments wird online auch in China angeboten, darunter Gesichtspflege und Babynahrung.

Nach wie vor werden mehr als die Hälfte aller Drogeriewaren bei Discountern und Lebensmittel-Einzelhändlern gekauft. Doch die Drogeriemärkte holen langsam auf. Ihr Anteil am Gesamtumsatz an Drogeriewaren in Höhe von 23,45 Milliarden Euro stieg zuletzt leicht auf 47 Prozent. (dpa)


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W&V Redaktion
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