Prex und Publicis planen:
SevenOne Media startet Addressable Programmatic TV

Nestlé und LoveScout24 feiern mit SevenOne Media Premiere bei programmatischen Addressable-TV-Kampagnen. Für Media stehen Prex und Publicis.

Text: Petra Schwegler

Kunde Opel könnte dieses neue Adressable-TV-Format "Switch-In XXL" nun auch noch programmatisch buchen.
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"Addressable Programmatic TV" ist bei SevenOne Media nicht mehr nur ein Buzzword aus der Vermarktung. Der ProSiebenSat.1-Vermarkter feiert jetzt zusammen mit den beiden Mediaagenturen Prex Programmatic Exchange und Publicis Media Premiere bei programmatischen Addressable-TV-Kampagnen – zusammen mit den Werbekunden LoveScout24 und Nestlé. "Damit erweitert der führende Bewegtbildvermarkter die innovativen Möglichkeiten von Addressable TV um die Vorteile programmatischer Buchungen", teilen die Münchner zum Start der zielgerichteten und automatisierten Reklame mit.

Das Ganze läuft so ab: Prex, Joint Venture für Programmatic Advertising von Plan.Net und Mediaplus, setzt bei der Kampagne für den Kunden LoveScout24 auf soziodemografisches und regionales Targeting. Die automatisierte Umsetzung eines "Switch-In-Formats" für den Kunden ermöglicht eine datengestützte Kampagnenaussteuerung auf TV-Geräten. Durch den programmatischen Einkauf über die DSP (Demand Side Platform) von Prex erhält LoveScout24 wiederum zu jeder Zeit Kontrolle über Werbemittel- und Zielgruppenzuweisung.

Publicis Media verstärkt indes für den Kunden Nestlé den Gesamtwerbeauftritt mit temporären Peaks über Addressable-TV. Die Buchung basiert dabei auf der Technik von Virtual Minds: Während die Agenturen über Active Agent mit zusätzlichen Datenschnittstellen arbeiten, nutzt SevenOne Media die Schnittstelle SSP (Supply Side Platform) Yieldlab, an der die Mutter ProSiebenSat.1 beteiligt ist.

Vorteil für den Kunden: Mit der automatisierten Aussteuerung der Nestlé-Werbekampagne über das Switch-In-Format im linearen TV können in Echtzeit die Kampagnenbotschaft an die zu diesem Zeitpunkt relevantesten Suchanfragen angepasst werden. Dabei helfen Publicis Media nach eigenen Angaben die Google Trends und die hauseigene programmatische Plattform AOD.

SevenOne-Media-Geschäftsführer Thomas Port fasst die Vorteile von Addressable Programmatic TV so zusammen:

"Mit der erstmaligen Umsetzung von programmatischen Addressable-TV-Kampagnen zeigen wir, wie wir die Vorteile von Addressable-TV als Verbindung aus linearem TV und Online mit unseren starken Adtech-Tools zusammenbringen können. Für Agenturen und deren Kunden bietet das erweiterte Möglichkeiten – insbesondere beim passgenauen Targeting und beim Einsatz von Daten."

Zum Wochenstart erst hat SevenOne Media sein Addressable-TV-Angebot erweitert. Werbekunden können ab sofort ihre Motive auch nach Wetterlage am Wohnort des Zuschauers aussteuern. Zusätzlich bieten der neue Switch-In "Freestyle" (starre Grenzen der Einblendung verschwinden) und der "Animated Switch-In XXL" (animierte Inhalte in der Einblendung) mehr Individualität bei den Gestaltungsmöglichkeiten.

Bis August realisierte SevenOne Media nach eigenen Angaben über 40 Addressable-TV-Kampagnen. Insgesamt können darüber rund 10 Millionen Haushalte mit über 26 Millionen Personen erreicht werden.

Mit der schnellen Ausbreitung von HbbTV-fähigen Geräten in den europäischen Märkten gewinne die Möglichkeit zur digital ausgesteuerten TV-Kampagnenplanung massiv an Bedeutung, zeigte sich bereits 2015 Jean‐Pierre Fumagalli überzeugt, Mit-Gründer und CEO von Smartclip, Technik-Unternehmen für Videowerbung. Marktprognosen gingen sogar davon aus, dass die Anzahl dieser "smarten" Haushalte bis 2017 auf 70 Prozent ansteigen werde.

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Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.


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