AS&S, RMS und Studio Gong:
So sieht Radiovermarktung 5.0 aus

Bei AS&S, RMS und Studio Gong wirken personelle Neuzugänge für Programmatic, automatisierten Mediaeinkauf oder fürs Neugeschäft. 

Text: Petra Schwegler

Katrin Möhrer ist "Senior Projektleiter Programmatic Advertising" bei AS&S.
Katrin Möhrer ist "Senior Projektleiter Programmatic Advertising" bei AS&S.

Radio wird in der digitalen Welt zu Audio. Das spiegelt sich im Personaltableau wider, wo Oliver Adrian, Geschäftsführer AS&S Radio, gerade für den Bereich Programmatic Advertising mit Katrin Möhrer personelle Verstärkung melden konnte. Die 41-Jährige trägt den Titel "Senior Projektleiter Programmatic Advertising" und ist für beide Mediengattungen im Einsatz.

Möhrer bringt zur AS&S einen breiten Erfahrungshorizont im Bereich Medien und digitale Vermarktung mit. Der Vermarkter beschreibt die Stärken der neuen Mitarbeiterin mit "starken konzeptionellen und analytischen Fähigkeiten und technischem Verständnis".

Katrin Möhrer war dem Team um Elke Schneiderbanger empfohlen worden. Der AS&S-Geschäftsführerin helfen neue Mitarbeiter wie Möhrer dabei, "Chancen im Neugeschäft zu identifizieren und unser Inventar den Marktanforderungen entsprechend auszurichten". 

Wo RMS die Weichen stellt

Rein im Audiogeschäft aktiv, nimmt die Hamburger RMS vorrangig die Automatisierung des Mediaeinkaufs in Angriff. Das gemeinsame Projekt mit Adremes, das unter dem Namen "Buchungssystem der Zukunft" läuft, modernisiert den Buchungsprozess im Zusammenspiel von RMS, Radiosendern und Agenturen. Ein komplexes Projekt, für das beim Vermarkter die Bereiche Media Management und Campaign Management noch enger verzahnt wurden. Die Bereichsleitung von "Media & Campaign Managament" hat nun Jutta Gottschalk inne, bei RMS langjährige Abteilungsleiterin Media Management.

Die erfahrene Mediaffrau leitet jetzt das Projekt "Buchungssystem der Zukunft" und ist für Währungsfragen zuständig, hat sie doch die Entwicklung der Konvergenzwährung MA Audio begleitet, die Radioreichweiten über alle Verbreitungswege hinweg bündelt und im Herbst zum dritten Mak veröffentlicht wird.

Wie die RMS fürs Performance-Medium Audio rekrutiert

"Radio hat sich im Zuge der digitalen Transformation auf allen Ebenen zum digitalen Performance-Medium gemausert", heißt es von RMS aus Hamburg. Vor allem mobil wächst die Nutzung digitaler Audioangebote, die großen Player wie Amazon haben ihren Gefallen an Audio gefunden. Neue Dienste entstehen quasi über Nacht – all das bietet neuartige Werbeplattformen und -möglichkeiten. RMS will diese für Werbekunden buchbar machen.

Um dieses Digitalgeschäft, das immer mehr reine Online-Publisher im Audiomarkt mit sich bringt, zu betreiben und auszubauen, braucht es Experten mit spezifischen Kompetenzen, unter anderem im technischen Bereich, die der Vermarkter vorzugsweise mit Personaldienstleistern sucht. "Daher hat RMS in den vergangenen Jahren das Digitalteam deutlich ausgebaut und auch die Leitung des Geschäftsbereichs in erfahrene Hände gelegt", heißt es bei RMS – wo seit einigen Monaten der Online-Experte und Ex-Telekom-Manager Frank Bachér als Geschäftsleiter Digitale Medien arbeitet.

Zur adäquaten Betreuung der wachsenden Anzahl von Anbietern hat RMS vor einiger Zeit die Abteilung Publisher Management gegründet. Gerade eben wurde dem Digitalexperten Matthias Schenk die Leitung anvertraut – weil er auf eine langjährige Business-Development-Erfahrung zurückblicken kann. Der Recruitingprozess lief in diesem Fall über persönliches Networking.

Schenk soll nun für die RMS den strategischen Ausbau des Portfolios und die Betreuung der Publisher und Partner mit Blick auf innovative Plattformen und Werbemöglichkeiten vorantreiben und die "Relevanz digitaler Audiowerbung im Werbemarkt" weiter erhöhen.

Matthias Schenk, neuerdings RMS.

Matthias Schenk, neuerdings RMS.

Sie haben Ahnung von Data Driven Advertising? Sowohl Jutta Gottschalk als auch Frank Bachér suchen hierfür gezielt neue Mitarbeiter mit Programmatic- sowie Mobile- Background. "Zusätzlich baut RMS vor dem Hintergrund der Digitalisierung auch Kompetenzen und Knowhow im Change Management aus", heißt es.

Studio Gong - mit Marketing Manager New Business

Und wie sieht es bei Studio Gong aus? Das Nürnberger Unternehmen ist sowohl als Beteiligungsholding wie auch als überregionaler Vermarkter für Radiosender tätig. In der Sales-Rolle stellte die voranschreitende Digitalisierung Studio Gong besonders in zwei Geschäftsbereichen vor Aufgaben und Umstrukturierungen. Zum einen galt es, neue Angebote im Portfolio für die digital verbreiteten Webstreams der Radiosender zu schaffen. Zum anderen musste das gesamte Ablauf- und Abwicklungsmanagement der Werbebuchungen bei Sendern umstrukturiert werden.

Flexibler und schneller sollte alles werden. "Das Marketing ist zunehmend technologiegetrieben und daher müssen neue Systeme eingesetzt werden, um wettbewerbsfähig bleiben zu können", bringt es Studio Gong auf den Punkt.

Die Lösung: Bei Studio Gong wurde die Stelle des "Marketing Manager New Business" geschaffen, um den sich rasch verändernden Aufgaben mit der nötigen Aufmerksamkeit und Expertise zu widmen. Die Stelle wurde auf der Website von Studio Gong ausgeschrieben – und von Julia Heidenreich gefunden.

Julia Heidenreich von Studio Gong.

Julia Heidenreich von Studio Gong.

Die Marketing-Managerin New Business hat diese Position nach dem Abschluss ihres Studiums in Betriebswirtschaft übernommen und sich mit dem Wandel der Position in die Digitalisierung entwickelt. Wichtig ist den Nürnbergern: "Der wirtschaftliche Part ist ebenso wichtig wie das technische Verständnis und die soziale Kompetenz, ein Projekt voranzutreiben und zu koordinieren." 

Noch hat Studio Gong viel vor – ist doch das Ziel, eine vollständige Automatisierung der Buchungsprozesse zwischen Studio Gong den über 100 vermarkteten Radiosendern und den Agenturen zu erreichen.

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Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.


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