Was hat sich im Vergleich zu früher geändert, welche Herausforderungen ergeben sich daraus?

"Die Macher von Bewegtbild-Inhalten müssen ihre Zuschauer noch besser verstehen und auf deren Bedürfnisse Rücksicht nehmen, ohne dabei die eigene Identität aufzugeben. Sie müssen einen eigenen Stil entwickeln und gleichzeitig gute Dramaturgen sein. Außerdem werden strategische Partnerschaften wichtiger, um unterschiedliche Medienkanäle zueinander in Beziehung setzen zu können. Content Creator brauchen also viel Markforschungs-Know-how, ein Verständnis von Zahlen und eigene Überzeugungen. Auf welchen Kanälen wird Qualität mit Reichweite belohnt und auf welchen eher weniger? Wie gehe ich mit Interaktionsraten, Kommentaren und Feedback um? Was ist meine Kern-Community und welche Bedürfnisse hat die im Vergleich zu neuen Zuschauern? Viele dieser Parameter ändern sich sehr schnell, was ein hohes Maß an Professionalität und persönlicher Stabilität erfordert."

Heißt das auch, dass Management und Kreativität enger zusammenwachsen? Früher hat sich die Macromedia ja als Hochschule zwischen diesen beiden Polen definiert...

"Wir stehen nach wie vor für Kreativität. Das war aber noch nie eine 'genialisch' definierte Kreativität, sondern immer schon eine geplante, methodisch entwickelte Kreativität oder besser: Innovationsfähigkeit. Was uns heute als Hochschule aber wirklich prägt, ist der Fokus auf die Chancen der digitalen Transformation. Erfolgreiche Medienmacher denken digital und vernetzt. Sie verstehen die Funktionalität von Such- und Empfehlungsalgorithmen, nutzen die Erkenntnismöglichkeiten von Big Data, fahren Influencer- ebenso wie Performance-Kampagnen. Dieses Know-how lehren wir, und hier gibt es eine Nähe zum Bereich der Bewegtbild-Vermarktung, wo diese Prinzipien sehr sauber angewandt werden."

Warum hat die Hochschule Macromedia sich entschieden, Partner der Screenforce-Initiative zu werden?

"Während unser Fokus als Hochschule auf der Vermittlung der erforderlichen Zukunftskompetenzen liegt, suchen wir die Nähe zu Unternehmenspartnern und Verbänden, um die rasanten Innovationszyklen der digital getriebenen Wirtschaft in unserer Lehre abzubilden. Besser als bei der Screenforce Academy mit ihren kompakten, smarten und didaktisch aufbereiteten Modulen könnten wir uns das nicht wünschen. Ich kann unseren Studierenden nur empfehlen, das Angebot der Screenforce Academy zu nutzen. Denn dieses Berufsfeld lässt sich als Brennglas für die Diversifizierungs- und Digitalisierungstrends der gesamten Medienbranche betrachten. Entsprechend vielfältig sind die Tätigkeitsbereiche, die unsere Studierenden dort kennenlernen können. Es geht um Content-Produktion, um ein tiefes Verständnis von Marken und Kontext. Branded Content hat neue Wertschöpfungsmodelle an der Schnittstelle zwischen Content-Produzenten und Vermarktern geschaffen. So zeichnen sich interessante Karrierewege nicht nur für klassische Marketing- und Management-Absolventen ab, sondern auch für unsere Journalistik-Studierenden, Content-Strategen, UX-Spezialisten, Wirtschaftspsychologen und natürlich Digital-Experten, wie sie in unserem neuen Studiengang Digital Technologies & Coding ausgebildet werden."

Die Screenforce Academy findet am 13.-15. April statt.

Die Screenforce Academy, die von 13. - 15. April digital stattfindet, gilt als Plattform für Diskussionen und Ideenfindung. Speaker aus dem Top-Management der führenden deutschen Entertainmenthäuser und Vermarkter sowie externe Experten geben praxisnahe Einblicke in Form von Keynotes, Cases, Talks – kurzweilig, nahbar, interaktiv. Hier geht es zur kostenlosen Anmeldung!   



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Autor: W&V Redaktion

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