Großteil der Arbeitgeber reagiert effektiv und verantwortungsbewusst auf das Virus

Zudem wird in acht von zehn untersuchten Ländern der eigene Arbeitgeber als besser auf das Virus vorbereitet angesehen, als das Land an sich. Und auch im Umgang mit der Krise schneiden Arbeitgeber gut ab: 62 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Arbeitgeber effektiv und verantwortungsbewusst auf das Virus reagiert. Gleichzeitig sind jedoch auch die Erwartungen hoch: 79 Prozent sehen Arbeitgeber in der Pflicht, dass sie ihre Abläufe anpassen, Reglungen für die Arbeit außerhalb der Büroräume schaffen, nicht relevante Veranstaltungen absagen und Geschäftsreisen untersagen. Zudem wollen die Mitarbeiter wollen Klarheit darüber, wie viele Kollegen sich mit dem Virus infiziert haben (57 Prozent) und sich dieser auf die Arbeitsfähigkeit des Unternehmens auswirkt (53 Prozent).

Einen noch größeren Vertrauensbonus als Unternehmen genießen nur Wissenschaftler und Medizinern (68 bis 83 Prozent). Regierungsbeamte (48 Prozent) und Journalisten (43 Prozent) stehen dagegen mit weniger als 50 Prozent Vertrauen am unteren Ende der Rangliste.

"Für Unternehmen ist diese Form der Verantwortung neu und von großer Bedeutung. Arbeitgeber müssen ihren Vertrauensvorschuss vor allem jetzt nutzen und mit zielgerichteter Kommunikation auf möglichst viele Unsicherheiten Antworten geben", sagt Christiane Schulz, CEO von Edelman Deutschland. "Es ist dringend notwendig, dass Unternehmen faktenbasierte Entscheidungen ermöglichen und ihren Mitarbeitern das Gefühl geben, Teil einer breiten gesellschaftlichen Bewegung zur Bekämpfung des Virus zu sein."


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Alessa Kästner

ist Absolventin der Burda Journalistenschule und volontierte beim Playboy. Die gebürtige Münchnerin schrieb für Magazine wie ELLE, Focus oder Freundin und schnupperte im Anschluss noch ein wenig Agenturluft bei Fischer Appelt. Ihre Kernthemen als W&V-Redakteurin: Digital Lifestyle, New Work und Social Media.