Für die "Recruiting Insights" fließen Informationen unter anderem aus dem Xing-Talentmanager, aus Stellenanzeigen, Mitarbeiterempfehlungen oder auch dem unternehmenseigenen Talentpool zusammen. Angezeigt wird auch, welche Recruiting-Kanäle bevorzugt von den Kandidaten genutzt werden oder von wem das eigene Unternehmen als "Wunscharbeitgeber" markiert wird. Sichtbar sind auch Vergleiche, etwa im Zeitablauf oder mit anderen Unternehmen. Xing E-Recruiting errechnet einen Benchmark-Wert namens "Top Recruiter", an dem Personaler ihre eigene Arbeit messen können. Das Dashboard zeigt zudem die zentrale Kennzahl "Time to Hire" an, also die Zeit von einer Stellenausschreibung bis zur Einstellung des neuen Kandidaten an.

Laut einer von Xing in Auftrag gegebenen Forsa-Umfrage unter 200 Personalleitern benötigen gut drei Viertel bis zu einem halben Jahr, um eine Führungsposition zu besetzen. 73 Prozent der Befragten verzeichneten demnach in den letzten fünf Jahren einen Anstieg der Zeit, um eine Vakanz zu besetzen. Diese Zeit soll sich laut den Unternehmen mit der neuen Plattform um 30 Prozent reduzieren lassen, obgleich im Schnitt 15 Prozent mehr Bewerber angesprochen werden könnten.

Xing zählte zuletzt über 14 Millionen Mitglieder, davon über eine Million zahlende Premium-Kunden. Sein US-amerikanischer Konkurrenten Linkedin kam zuletzt auf über elf Millionen Nutzer im deutschsprachigen Raum. Der Umsatz der börsennotierten Burda-Tochter belief sich 2017 auf 187,8 Millionen Euro, der Gewinn bei 25,9 Millionen Euro.

am/mit dpa



Annette Mattgey, Redakteurin
Autor: Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt".