Homeoffice an drei Tagen pro Woche gilt als das neue Ideal

Durchschnittlich drei Tage pro Woche verbringen die Arbeitnehmer*innen zurzeit im Homeoffice und möchten diese Frequenz zukünftig beibehalten. Beinahe alle befragte Beschäftigten (92 Prozent) sind tendenziell zufrieden mit dem Arbeiten zuhause. Die Vorteile liegen für sie auf der Hand. 40 Prozent sagen, dass sie sich den nervigen Arbeitsweg sparen. 35 Prozent freuen sich über mehr zeitliche Flexibilität, und 33 Prozent schätzen es, Familie, Freizeit und Beruf flexibler in Einklang bringen zu können. Als nachteilig erweist sich für fast die Hälfte der Befragten (46 Prozent) dar, dass die sozialen Kontakte im Büro wegfallen. 36 Prozent fehlt zudem der schnelle Austausch mit Kolleg*innen, und rund ein Viertel (28 Prozent) stört, dass sie keinen Zugriff auf wichtige Unterlagen im Büro haben.

Fast der Hälfte der Befragten (45 Prozent) steht zuhause ein separates Arbeitszimmer zur Verfügung. 40 Prozent integrieren den Arbeitsplatz in das Wohn-, Ess- oder Schlafzimmer. Dafür hat etwa die Hälfte der Befragten (48 Prozent) vorhandenes Mobiliar provisorisch umfunktioniert. 

Sicherheits- und Hygienevorschriften zwingen Unternehmen, Büroflächen neu zu planen 

Firmen sind verpflichtet, strikte Sicherheits- und Hygienevorschriften umzusetzen. Folglich befassen sich 82 Prozent der Entscheider*innen aus Unternehmen mit 200 bis 249 Mitarbeitern momentan damit, Arbeitsräume neu zu planen und einzurichten. Zu den wichtigsten Faktoren bei der Umgestaltung zählen für sie neben dem Wohlbefinden (88 Prozent) und der Gesundheit (87 Prozent) der Mitarbeiter*innen auch die Langlebigkeit (87 Prozent) sowie gesundheitsfördernde und ergonomische Eigenschaften von Büromöbeln (86 Prozent). Mehr Relevanz gewinnen im Gegensatz zu einer vergleichbaren Vorjahresstudie flexible (76 Prozent in 2020 vs. 69 Prozent in 2019) und offene (75 vs. 70 Prozent) Raumkonzepte. Schnelle Anpassungsfähigkeit und Transparenz sind wichtige Anforderungen an moderne Büros. 

Unternehmen und Arbeitnehmer*innen investieren in Büroausstattung

Sowohl Unternehmen als auch Beschäftigte werden in naher Zukunft in die Einrichtung von Büro und Homeoffice investieren. Entscheider*innen sehen den größten Investitionsbedarf bei der technischen Ausstattung (89 Prozent), gefolgt von Büromöbeln, die ein flexibles Arbeiten ermöglichen (86 Prozent). Vorausgesetzt, ihr finanzieller Spielraum wäre größer, würden 77 Prozent auch in die Bürogestaltung investieren. Beim Kauf der Möbel legen sie Wert auf das Preis-Leistungsverhältnis (61 Prozent), schnelle Lieferung (39 Prozent), Design und Optik (37 Prozent) sowie persönliche Beratung (35 Prozent). Letztere gewann im Vergleich zu einer thematisch ähnlich aufgebauten Befragung aus dem Jahr 2019 um ganze elf Prozentpunkte hinzu.

Im Homeoffice führen Bürostühle (57 Prozent) und Schreibtische (40 Prozent) die Liste der Neuanschaffungen an. Als wichtigste Auswahlkriterien geben die Befragten Ergonomie, Kosten und Qualität an. Maximal 500 Euro würde die Hälfte der Arbeitnehmer*innen für das Homeoffice aus eigenen Mitteln investieren.

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Lena Herrmann
Autor: Lena Herrmann

schreibt als Redakteurin für das Marketingressort der W&V unter anderem über Sportmarken und Reisethemen. Beides beschäftigt sie auch in ihrer Freizeit. Dann besteigt sie Berge, fährt mit dem Wohnmobil durch Neuseeland und Kanada, wandert durch Weinregionen oder sucht nach der perfekten Kletterlinie.