Laut einer im Juni veröffentlichten Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der gewerkschaftlichen Böckler-Stiftung haben aber auch jüngere Menschen und Ausländer ein erhöhtes Risiko, in den meist schlecht bezahlten atypischen Jobs zu landen.

Im späteren Leben bekommen sie die Folgen oft zu spüren: Atypische Beschäftigung ist laut dem Sozialverband VdK ein Risiko mit Blick auf die Rente. Viele Frauen verzichten zum Beispiel für die Kindererziehung auf Vollzeitstellen und arbeiten stattdessen in Mini- oder Teilzeitjobs. So erhielten sie später nur eine kleine Rente und seien besonders häufig von Altersarmut betroffen.

Die Definition der atypischen Beschäftigung ist allerdings umstritten. So wehren sich die Verbände der Zeitarbeitsfirmen gegen die Einordnung, weil sie ihre Leute regulär bei den Sozialversicherungen anmeldeten und unbefristet einstellten. Dem hält der Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) entgegen, dass Leiharbeiter wie Mini-Jobber häufig unter ihrer eigentlichen Qualifikation eingesetzt würden. In der amtlichen Statistik sind außerdem knapp 3,5 Millionen Selbstständige enthalten, von denen wiederum nur gut die Hälfte (1,9 Mio) als Solo-Unternehmer unterwegs ist.

Flexible Beschäftigungsformen wie Minijobs sind aus Sicht der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) aber auch unverzichtbar für die Arbeitsmarktdynamik: Sie erleichterten den Einstieg in Arbeit und böten neue Beschäftigungsperspektiven für gering Qualifizierte und Langzeitarbeitslose, hatte der Verband erklärt.

Christian Ebner, dpa


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W&V Redaktion
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