Remco Westermann wird Chef :
Gamigo stellt Influencer-Vermarkter Mediakraft neu auf

Der Mediakraft-Käufer Gamigo drückt dem Multichannel-Network jetzt seinen Stempel auf: Der neue Chef Remco Westermann will auch Gamer vermarkten. 

Text: Petra Schwegler

Gamigo-Chef Remco Westermann leitet jetzt auch die im Juli 2017 erworbene Tochter Mediakraft.
Gamigo-Chef Remco Westermann leitet jetzt auch die im Juli 2017 erworbene Tochter Mediakraft.

Der Spiele-Publisher Gamigo hat Mediakraft im vergangenen Sommer komplett übernommen. Das Kölner Multichannel-Network wird seither als eigenständiges Tochterunternehmen weitergeführt.

Nun steht der Influencer-Vermarkter Mediakraft unter neuem Eigner vor einer Neuausrichtung – unter einem neuen Chef, der von Gamigo kommt: Dessen CEO Remco Westermann ist zum Geschäftsführer der Mediakraft Networks GmbH berufen worden. "Zugleich wird die Positionierung von Mediakraft neu formuliert als Experte für Online-Video und Social Media Marketing für Brands und Werbekunden", heißt es in der Ankündigung vom Mittwoch.

Westermann vertritt künftig die Geschäftsführung zusammen mit Levent Gültan, der bereits seit 2013 für Mediakraft tätig ist. Der frühere Mitgeschäftsführer Constantin Stammen ist 2017 aus der Geschäftsführung ausgeschieden. Westermann bleibt zusätzlich zu seiner neuen Aufgabe bei Mediakraft auch Gamigo-CEO.

Neuer Schwerpunkt: Beratung von Marken, Werbe- und Mediaagenturen 

"Mit der zusätzlichen vertikalen Schwerpunktsetzung von Mediakraft auf das Thema Gaming führen wir die Stärken von Gamigo und Mediakraft zusammen. Für den Gaming-Bereich werden wir zum Beispiel neue Online-Video-Formate und Branded Channel entwickeln", stellt Westermann in Aussicht. 

Das Ziel: Mittels einer langfristig angelegten expansiven B2B-Strategie soll bei Mediakraft das Geschäft der Beratung von Marken sowie Werbe- und Mediaagenturen ausgeweitet und mit Gaming als starkem Vertical ergänzt werden.

Das Multichannel-Network Mediakraft hatte zuletzt vor der Übernahme durch Gamigo versucht, das eigene Geschäftsmodell breiter und nach einer Krise wieder stabiler aufzustellen. Das bedeutet: Mediakraft setzte nicht mehr nur auf die bekannten Youtuber. 

Das 2011 gegründete Unternehmen bietet in Deutschland, Polen und der Türkei inzwischen Video-Content-Produktionen und Influencer-Vermarktung an. Anfang 2017 hatte Mediakraft bereits den Fokus in Richtung eines B2B-Lösungsanbieters erweitert. In diese Richtung treibt Gamigo seine neue Tochter nun weiter voran - inklusive der Vermarktung von Gamern. 


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.


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