Startup-Kultur :
Hier entsteht das digitalste Bürogebäude Deutschlands

"The Ship" heißt das ambitionierte Bauprojekt, mit dem Köln zur Startup-Hochburg werden will. Am Donnerstag war die Grundsteinlegung.

Text: W&V Redaktion

Entwurf für "The Ship".
Entwurf für "The Ship".

Die Startup-Szene in Deutschland boomt, vor allem Berlin ist längst ein Magnet für innovative Ideen. Doch auch andere Städte und Regionen buhlen um die Gunst der Gründer. Jüngstes Beispiel: Köln.

Die Rheinmetropole will im Rennen um Startups die Hauptstadt Berlin einholen. "Köln stellt sich selbstbewusst dem Wettbewerb um den Startup-Standort Nummer eins in Deutschland. Anders als Berlin hat Köln ein attraktives, sehr erfolgreiches und vielfältiges wirtschaftliches Umfeld - die Kunden der Startups", sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) der Deutschen Presse-Agentur. Das sei ein riesiger Vorteil der Stadt. Sie habe sich für ihre Amtszeit vorgenommen, Köln zu einem der zwei wichtigsten "Startup-Knotenpunkte in Deutschland" zu entwickeln.

Ein Schritt auf diesem Weg könnte das Bauprojekt "The Ship" werden. Offene Räume sowie Freizeit- und Entspannungsmöglichkeiten wie Kicker und Tischtennis sollen für einen Hauch Silicon Valley im Kölner Stadtteil Ehrenfeld sorgen. Das Haus soll "das digitalste Bürogebäude Deutschlands" werden. Das Haus soll etwa selbstständig erkennen, ob Menschen in einem Raum sitzen und das Licht automatisch anpassen - abgestimmt auf die Helligkeit draußen. Kommt jemand zu Besuch, wird er per App automatisch zum richtigen Gesprächspartner gelotst. Ebenfalls per App lässt sich erkennen, ob gerade im Fitnessstudio noch ein Platz frei ist. Ende 2019 soll es fertig sein.

Initiator ist das Kölner Startup Fond Of, das Taschen und Rucksäcke verkauft. Es will selbst einziehen, aber auch Coworking-Raum für andere Gründer anbieten und weitere Startups anziehen. "In der Startup-Szene des Rheinlands passiert schon viel. Aber in der Eigenvermarktung ist der Rheinländer etwas zurückhaltender als der Berliner", sagt Oliver Steinki, einer der  Gründer des Kölner Startups Fond Of, dem Bauherrn von "The Ship" dem "Kölner Stadtanzeiger". "Wir wollen einen kleinen Beitrag leisten, dass Köln und das Rheinland mehr auf den Schirm kommen."

„In der Start-up-Szene des Rheinlands passiert schon viel. Aber in der Eigenvermarktung ist der Rheinländer etwas zurückhaltender als der Berliner“, sagt Oliver Steinki, einer der  Gründer des Kölner Start-ups Fond Of, dem Bauherrn von „The Ship“. Da könne man sich noch etwas abschauen. „Wir wollen einen kleinen Beitrag leisten, dass Köln und das Rheinland mehr auf den Schirm kommen."

So sieht die Planung aus:

am/mit dpa


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