Das Video ist Teil einer Kampagne unter dem Titel "ObsceneGap", die die anhaltende Ungleichbehandlung von Frauen weltweit auf die Agenda setzt. Kampagnenstart war zum Equal Pay Day in den USA. Der Anlass scheint nicht aus der Luft gegriffen: Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) und des Weltwirtschaftsforums (WEF) prognostizieren, dass bei den bisherigen Anstrengungen, die "obszöne Kluft" in der Bezahlung von Frauen und Männern erst im Jahr 2152 geschlossen würde. Die Kampagne wirbt um Unterstützung für eine entsprechende Online-Petition der IBWomen auf.

Man wolle kreativ Entrüstung hervorrufen, erklärt Monica Moro, Chief Creative Officer, McCann Madrid: "Die provokante Frage, die wir also aufgreifen, lautet: Müssen Frauen wirklich in die Pornographie gehen, um mehr als Männer zu verdienen?“ 

"Der Film nennt die Ungleichbezahlung von Frauen und Männern beim Namen: obszön", sagt dazu Maria-Jesus Alonso, Vorsitzende von IBWomen, "spielen wir diese Ungerechtigkeit weiter durch, dann bedeutet 25 Prozent weniger Bezahlung heute, 30-40 Prozent weniger Rente für Frauen morgen."


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Eines davon dreht sich um ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.