Lil Nas X "feuert" Dorsey scherzhaft, nimmt sein Abzeichen und beginnt mit einem Twitter-Cowboyhut (in Anspielung auf seinen Rap-Country-Hit) Chaos im Büro anzurichten. Sein erstes Geschäftsfeld? Er geht in einen Konferenzraum, wirft alle Papiere auf den Boden und gibt seinen neuen Mitarbeitern eine ganz klare Aufgabe: "Edit Button!". Die Bearbeitungsfunktion für Tweets ist ein oft gefordertes Feature, da Beiträge bei Fehlern bisher nicht korrigiert oder geändert werden, sondern  nur vom User ganz gelöscht werden können.

Das Team reagiert mit entsetzten Gesichtern. Der Rapper feuert alle. Für die restlichen Mitarbeiter macht er Panini-Sandwiches (in Anspielung an einen weiteren Hit, durch den er zum "Panini-Rapper" wurde) und setzt sich mit ihnen zusammen. Eine Torte mit einer "17", um seinen Hit-Rekord zu feiern darf natürlich nicht fehlen. Im Hintergrund läuft die ganze Zeit ein Remix seines Superhits.

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Der Sänger kündigte "die Übernahme" bereits an

Letzten Freitag hatte Lil Nas X seinen 2,5 Millionen Twitter-Anhängern gezwitschert, dass er Dorsey als CEO ersetzen werde und schrieb: "Jeder muss nae nae nae oder läuft Gefahr gekündigt zu werden". Mit "Nae nae nae" wird eine bestimmte Tanzbewegung beschrieben, die sich der Rapper zum Signature-Move gemacht hat.

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Dorsey und andere Twitter-Mitarbeiter hatten sichtlich Spaß daran, Tweets vom Besuch von Lil Nas X im Büro zu teilen.

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Auch der Sänger selbst teilte die Impressionen seines ersten Tages:

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Mit Humor gegen Kritik?

Der Online-Spaß war jedoch nicht unumstritten. In Zeiten, in denen Nutzer auf Twitter immer aggressiver werden, finden viele, Twitter solle sich lieber um ernstere Angelegenheiten wie den Missbrauch des Portals für Hassreden oder Propaganda kümmern. Einige User hoffen wirklich auf eine Änderung der Plattform, die deren Meinung nach nicht scharf genug gegen rassistische Beiträge oder sogar ganze Accounts vorgeht.

Der Schauspieler Seth Rogen beispielsweise antwortete auf die Ankündigung von Lil Nas X vom Freitag und schrieb: "Vielleicht tust du etwas gegen all die weißen Rassisten, die er zugelassen und damit gestärkt hat." Der Tweet wurde mittlerweile gelöscht. Gäbe es doch nur einen "Edit-Button".


Autor:

Marina Rößer © privat
Marina Rößer

ist als Redakteurin im Agenturressort der W&V tätig. Die Diplom-Politologin hat viele Jahre in einem Start-Up gearbeitet und ist daher besonders fasziniert von innovativen Digitalthemen und kreativen Marketingstrategien. Ihre eigene kreative Seite lebt sie beim Kochen und Fotografieren aus und bringt sich zudem Designthemen bei.