Welche Zwischenbilanz ziehen Sie beim Thema Homeoffice für Ihr Unternehmen? Wo hat es gut geklappt, wo lagen Schwierigkeiten?

Schon vor der Coronakrise war SAP in hohem Maße digitalisiert, auf Remote Work eingestellt und engagiert, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen. Ein großer Vorteil, als es plötzlich für alle ins Homeoffice ging. 

Stattdessen fiel der Blick auf Schwierigkeiten ganz anderer Art. Vor allem für Expats und Alleinlebende waren die Wochen und Monate zu Hause eine große Herausforderung und mit psychischem Druck verbunden. SAP versuchte, mit verschiedenen Programmen der Vereinsamung entgegenzuwirken. Darunter etwa digitale Sport- und Kochkurse oder auch Weinseminare. Zusammen mit dem TV-Koch Tim Mälzer veranstaltete SAP ein Live-Cooking, an dem 3000 SAPler teilnahmen. Ähnlich war die Beteiligung bei einer virtuellen Autorenlesung mit dem Bestsellerautor Sebastian Fitzek. Mit der eigens entwickelten App Never lunch alone können Mitarbeiter Gleichgesinnte finden, um gemeinsam digital zu essen.

Eltern, die aufgrund der Kinderbetreuung weniger Arbeitszeit investieren, werden finanziell aufgefangen: "Gehaltseinbußen gibt es nicht, wenn Mitarbeiter:innen durch die Kinderbetreuung weniger oder gar nicht arbeiten können. Damit haben wir Solidarität und Sicherheit geschaffen, die sich in Loyalität ausgezahlt hat", so Younosi im Interview mit dem Fachblatt Human Resources Manager.

An welchen Stellen sehen Sie Verbesserungspotenzial?

"Wir haben in Echtzeit und unter Druck gesehen, was funktioniert und unseren Mitarbeiter:innen hilft – und was nicht. Unser Blick ist schärfer, wir sind schneller geworden und dabei gelassener. Das gilt es zu halten und auf lange Sicht immer wieder mit neuen Ideen auszubauen", betont Younosi.

Was heißt das für Ihr Gebäudemanagement?

SAP hat die bisherigen Räumlichkeiten gründlich inspiziert und Belegungspläne nach den behördlichen Vorgaben erarbeitet. Dementsprechend schrumpft die Zahl der potenziellen Arbeitsplätze auf 30 Prozent.

Die neue W&V-Serie: Home oder Office? Hier sehen Sie alle bisher erschienen Teile:

Storytile-Inhalte aktivieren

Ja, ich möchte Inhalte von Storytile angezeigt bekommen. Ich bin einverstanden, dass dadurch meine personenbezogenen Daten an den Betreiber des Portals, von dem der Inhalt stammt, weitergegeben werden, so dass dieser mein Verhalten analysieren kann. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.


Annette Mattgey, Redakteurin
Autor: Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt".