Barbara Wittmann, Direktorin für den Bereich Talent Solutions bei Linkedin, sieht dass aber besonders der letzte Punkt an Wichtigkeit gewinnt: "Gerade bei jüngeren Generationen, die jetzt in die Arbeitswelt einsteigen, sehen wir global seit einiger Zeit, dass Unternehmenskultur und Werte eine immer wichtigere Rolle spielen."

Diversity ist demnach ein Thema, das bei Berufseinsteigern mit bis zu zwei Jahren im Job eher Bindung erzeugt (41 Prozent), und auch die Befragten mit Hochschulabschluss (28 Prozent) stufen das Thema etwas wichtiger ein als der Durchschnitt.

Gehälter müssen gerecht sein

Worin bemisst sich die Fairness eines Arbeitgebers? Dass beide Geschlechter in vergleichbaren Positionen gleich verdienen, hat - wie zu erwarten - für weit mehr Frauen (46 Prozent) als für Männer (28 Prozent).

Einig sind sich die Geschlechter aber darin: Wer als Unternehmen faire Verträge bietet, zum Beispiel durch  Verzicht auf sachgrundlose Befristungen als Beispiel, kann 15 Prozent aller Befragen voll überzeugen. Die Debatte rund um faire Top-Management-Gehälter im Vergleich zu denen durchschnittlicher Mitarbeiter dürften weniger Befragte verfolgen: Nur acht Prozent gaben dies als wichtigsten Fairness-Aspekt an.
 
In die Unternehmenskultur zu investieren, zahlt sich aus. 86 Prozent der Befragten ist es wichtig, dass sich ihr Arbeitgeber bemüht, ein Gefühl der Zugehörigkeit herzustellen. Das zeigt sich in der Treue: 18 Prozent würden es nicht in Betracht ziehen, zu einem kulturell schlechter passenden Arbeitgeber zu wechseln, fast die Hälfte (48 Prozent) will in dem Fall mindestens ein Drittel mehr Gehalt, 12 Prozent mindestens zwei Drittel mehr.
 
Für die Auswertung befragte YouGov Deutschland 2040 Personen (davon 1010 Erwerbstätige) ab 18 Jahren.


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Eines davon dreht sich um ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.