Im Business Development sind wir immer auf der Suche nach weiteren Partnerschaften und Wachstumsmöglichkeiten. So haben wir zum Beispiel letztes Jahr sehr erfolgreich unser Spiel Elvenar auf der Amazon Plattform gelauncht und hier eine starke Playerbase aufgebaut.

Mein Aufgabenbereich umfasst die strategische Führung dieser Bereiche mit dem Ziel, bei maximaler Skalierung das bestmögliche Ergebnis hinsichtlich des Return-on-Ad-Spends zu erzielen.  Spannend ist, dass wir von Hamburg aus weltweit operieren und Marketing-Kampagnen im hohen zweistelligen Millionenbereich realisieren. Dabei setzen wir hauptsächlich auf internes Know-how und beschäftigen so wenig wie möglich externe Agenturen. Bei InnoGames gibt es keinen typischen Tag, das Arbeitstempo ist hochintensiv und das gefällt mir sehr.

 

Wie sind Sie zu dieser Aufgabe gekommen?

Als Gaming- und Tech-begeisterte Person war ich bereits in meinen vorherigen Positionen bei Nokia und Microsoft häufig in Kontakt mit der Branche und hatte zum Beispiel mit den Kollegen von Rovio, EA Sports oder XBox spannende Kampagnen realisiert. Eigentlich war ich gerade auf dem Sprung ins Microsoft Headquarter nach Seattle als InnoGames mir ein Angebot gemacht hat, das ich nicht ablehnen konnte.

Fachlich hat mich gereizt, dass im (Free to Play) Gaming stark datenbasiertes Performance Marketing betrieben wird. Selbst das große Massenmedium TV avanciert hier zum Performance Kanal. Sensationell! Ich hatte bei Nokia und Microsoft das Performance Marketing bereits stark forciert, jedoch war das Brand Marketing im Fokus. Ich fand es unglaublich spannend, mich in dieses Feld des Marketings bis ins kleinste Detail zu vertiefen. Und wo sollte das besser klappen als bei Deutschlands größtem Publisher und Developer.

Die Spielebranche verbucht höhere Umsätze als die Film- und Musikindustrie zusammen und verwendet in vielerlei Hinsicht die fortschrittlichsten Technologien. Das ist leider immer noch nicht jedem klar. Medien und Werbetreibende entdecken erst langsam die Möglichkeiten, die diese globale Multi-Milliarden-Branche an Impact und Power mit sich bringt! In meiner Rolle trage ich über die Erschließung neuer Kooperationen und durch Vorträge und Präsentationen aktiv dazu bei, dass dieses Image auch endlich ankommt.  Außerdem kann ich jungen Gaming-Talenten spannende Perspektiven bieten und unser Unternehmen aktiv mitgestalten.

 

Welche Fähigkeiten benötigen Sie für die Aufgabe?

Ich nenne es das "Gamer-Mindset" nämlich den Willen, immer das nächste "Level" zu erreichen und zu skalieren. Fokussiert sein, um Entscheidungen auf Basis von Daten und Analysen schnell treffen zu können und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Insbesondere im Business Development ist auch unkonventionelles Denken und eine kalkulierte Risikobereitschaft gefragt. 

 

Was ist die wichtigste Aufgabe in Ihrem Job?

Neben der strategischen Führung dieser o.g. Bereiche, betrachte ich es jedoch als meine wichtigere Aufgabe, als guter Coach und Mentor für mein Team eine Arbeitsumgebung zu schaffen, in der proaktive Kreativität die Norm ist. So sollen sie jederzeit in der Lage sein, solide Entscheidungen zu treffen und lösungsorientiert jede Herausforderung zu meistern.

 

Welches ist Ihr Lieblingsprojekt?

Der Fokus liegt bei mir auf Performance. Mein Lieblingsprojekt ist daher, das von vielen als Branding Kanal angesehene Medium TV mit Performance KPIs messbar zu machen. Mit vereinten Kräften konnten wir bei InnoGames diese Herausforderung lösen: Wir haben Messmethoden entwickelt, die es uns nicht nur ermöglichen den direkten Impact einzelner Spots (wir buchen zehntausende im Monat) zu sehen, sondern auch darauffolgende Langzeiteffekte zu ermitteln und somit eine ganzheitliche Wirkungsbetrachtung von TV zu gewährleisten. Länderübergreifend sehen wir nun welchen Effekt TV im Gesamtkontext hat. Weitere Details könnte ich gerne in einer der kommenden W&V Ausgaben vorstellen.    

TV wirklich messbar zu machen war ein jahrelanger, arbeitsintensiver und leidenschaftlicher Prozess und ich bin heilfroh, dass wir es geschafft haben. Viele Firmen sind abhängig von Drittanbietern, haben hohe Kosten und wissen dann immer noch nicht wirklich, wieviel ihnen TV-Werbung tatsächlich bringt. Bei InnoGames sind wir da einen großen Schritt weiter.   

 

Was wäre ein alternativer Job?

Ich habe meine Karriere nie richtig geplant, sondern immer mit Vollgas einen Schritt nach dem anderen gemacht, weil ich meinen jeweiligen Job und meine Aufgaben geliebt habe. Ich glaube, dass egal ob ich einen kleinen Blumenladen hätte oder CMO von BMW wäre, ich würde all meine Leidenschaft dafür aufbringen, das nächste Level zu erreichen und das Business nachhaltig zu skalieren. Wichtig wäre mir nur, dass ich in diesem Job frei gestalten, entscheiden und führen kann, sowie ich es bei InnoGames aktuell tue.



© W&V
Autor: Alessa Kästner

ist Absolventin der Burda Journalistenschule und volontierte beim Playboy. Die gebürtige Münchnerin schrieb für Magazine wie ELLE, Focus oder Freundin und schnupperte im Anschluss noch ein wenig Agenturluft bei Fischer Appelt. Ihre Kernthemen als W&V-Redakteurin: Digital Lifestyle, New Work und Social Media.