Wie sind Sie zu dieser Aufgabe gekommen?      

Durch meine Leidenschaft für Podcasts. Ich höre einfach sehr gerne gute Podcasts. Und die Arbeit in einem jungen Unternehmen mit viel Leidenschaft macht mir große Freude. Bei Podimo haben wir eine Vision: Wir wollen dazu beitragen, dass ein wirtschaftlich nachhaltiges Ökosystem für Podcaster geschaffen wird, in dem viele gute Inhalte verfügbar werden und das Medium sich auch langfristig weiterentwickeln kann. Wichtig ist uns, dass jeder Podcaster selbst entscheiden kann, ob er bei Podimo gelistet werden möchte oder welche Monetarisierungsmodelle er für sich selbst sinnvoll findet. Meine Aufgabe besteht darin, eben diese Bedürfnisse zu verstehen, einzuordnen und auf dieser Basis eine vertrauenswürdige Beziehung zu den Podcastern aufzubauen. 

Welche Eigenschaft hilft Ihnen in Ihrem Alltag am meisten? Warum?

Eine gesunde Neugier hilft im Startup-Alltag sehr. Sie ermöglicht mir, mich rasch in die diversen Aufgaben hineinzudenken und die Perspektive der unterschiedlichen Stakeholder einzunehmen. Außerdem ist es so sehr motivierend, wenn man ständig neue Dinge lernt. 

Schildern Sie bitte möglichst anschaulich ein Projekt, das Sie besonders begeistert hat.

Bei Podimo melden sich immer wieder Menschen, die eine Idee für einen Podcast haben, aber noch nicht sicher sind, wie sie die ersten Schritte machen sollen. Hier beantworten wir gerne Fragen, welche Hoster es so gibt, welches Mikrofon sich lohnt und versuchen auch erstes Feedback zu Ideen zu geben oder relevante Kontakte herzustellen. 

Aber manchmal melden sich auch Podcaster in spe, die eine fertige Idee haben und auch schon die ersten Folgen aufgenommen haben. Anfang des Jahres hat sich der Podcaster Mathias Müller bei uns gemeldet. Mathias ist Autor und Feuerwehrmann aus Frankfurt. Mathias will Gewicht verlieren und um den Druck auf sich selbst aufzubauen, es auch durchzuziehen, hat er den Podcast "Meddi speckt ab" aufgenommen. Der Podcast richtet sich laut Eigenbeschreibung an "Fettsäcke, die keine mehr sein wollen". Wir haben dann geschaut, was wir Mathias Müller anbieten können, um seinen Podcast auf das nächste Level zu heben.

So haben wir über unser Netzwerk einen Musiker kontaktiert und von ihm ein Intro komponieren lassen. Außerdem haben wir das ursprüngliche Cover durch einen unserer Grafiker überarbeiten lassen. Durch diese zwei Änderungen kann ein Podcast direkt sofort für Nutzer ansprechender sein. Und mit Podimo können wir "Meddi speckt ab" natürlich auch eine Reichweite ermöglichen. So wurde der Podcast bei uns in der App für ein relevantes Nutzersegment direkt auf der Startseite angezeigt.

Unser Ziel ist es, Podcastern zu ermöglichen sich auf darauf zu konzentrieren, tolle Inhalte zu schaffen, während wir den Vertrieb übernehmen und Reichweite generieren. Das ist genau das Ziel, das ich durch meine Arbeit erreichen will: Podcastern und Hörern gleichzeitig einen Mehrwert zu bieten.

Was ist Ihnen an Ihrem Job am wichtigsten? Was macht am meisten Spaß?

Das für mich wichtigste an meinem Job ist es, an einem Unternehmen mitzuarbeiten, mit dem Podcaster ihre Projekte voranbringen können. Das Modell, einen Podcast durch Werbung zu finanzieren, ist heute sehr verbreitet, allerdings ist das für Podcasts, die nicht zu den ganz Großen gehören oder eine ganz spezielle Nische bespielen generell schwierig. Die Konkurrenz ist groß und darüber hinaus ist man natürlich komplett vom Werbemarkt abhängig.

Es macht mir daher Spaß, an einem so wichtigen Schritt für die gesamte Community mitzuarbeiten, weil ich auch privat von Podcasts begeistert bin.

Mein Job ist unverzichtbar, weil…

… wir mit Podimo dazu beitragen, dass Podcast für Nutzerinnen und Nutzer noch einfacher entdeckt werden können - und damit auch hochwertige Medieninhalte verbreitet werden. Zentral ist auch, dass wir ein nachhaltiges Ökosystem für Podcasts ermöglichen, das hilft, den vielen guten Podcastern in der Community zusätzliche Reichweite und Umsätze mit ihren Inhalten zu generieren. 

Wenn Sie nicht Podcaster & Publisher Relations Manager wären, was wären Sie dann?

Mein Studium habe ich vor vielen Jahren mit dem Gedanken begonnen, in die Politik zu gehen, am liebsten ins Auswärtige Amt. Allerdings finde ich es an einem jungen Unternehmen besonders reizvoll, dass man Dinge sehr schnell umsetzen und ausprobieren kann. Heute höre ich gerne Politik-Podcasts, damit bin ich sehr zufrieden. 



Annette Mattgey, Redakteurin
Autor: Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt".