"Zeit“-Gespräch mit Madsack-Manager :
Abgang beim "Spiegel“, Exit bei Ringier: Büchner räumt Fehler ein

Zwei recht kurze Amtszeiten in Folge - und jetzt ein neu geschaffener Posten im Madsack-Management: Wolfgang Büchner blickt kritisch auf seine Zeit beim "Spiegel" und bei Ringiers Blick-Gruppe zurück.

Text: Petra Schwegler

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Zwei recht kurze Amtszeiten in Folge beim "Spiegel" und bei Ringier: Wolfgang Büchner, jetzt Madsack.
Zwei recht kurze Amtszeiten in Folge beim "Spiegel" und bei Ringier: Wolfgang Büchner, jetzt Madsack.

Wolfgang Büchner, Ex-Chefredakteur des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" und Kurzzeit-Manager bei Ringier in der Schweiz, gesteht nach diesen zwei recht kurzen Amtszeiten Fehler ein. Dem Schweiz-Teil der "Zeit" sagt der frisch ernannte Chief Content Officer bei Madsack, er hätte mindestens zwei oder drei Jahre bei Ringiers Blick-Gruppe bleiben sollen. "Das wäre besser gewesen, da muss man nicht drum herumreden", so Büchner wörtlich.

Er hatte den Schweizer Verlag, für den er nach seinem unschönen "Spiegel"-Abgang als Blick-Geschäftsleiter wirkte, nach etwas über einem Jahr wieder verlassen. Auf die Frage, ob Büchner in seiner Zeit beim "Spiegel" Fehler gemacht habe, antwortet der einstige dpa-Chefredakteur: "Kennen Sie jemanden, der keine Fehler macht?"

Überhaupt zeigt sich der Printmacher im "Zeit"-Interview recht nachdenklich. So sagt er über seinen letzten Arbeitgeber aus der Schweiz: "Ringier braucht die Blick-Gruppe aus rein wirtschaftlichen Gründen nicht, aber ist doch toll, wenn der Verleger sagt: 'Ich will sie.‘"

"Guten Journalismus in der Fläche erhalten"

Geradezu idealistisch wirkt Büchner, der am 1. Januar seinen neuen Job bei der Madsack Mediengruppe in Hannover angetreten hat, wenn er sagt, er "möchte dazu beitragen, in Deutschland guten Journalismus auch in der Fläche zu erhalten. So wie damals bei der Deutschen Presse-Agentur".

Auch macht sich Wolfgang Büchner über den "Spiegel" immer noch Gedanken. Büchner wörtlich: "Ich finde es sehr bedauerlich, und es hat mich überrascht, dass Florian Harms gehen musste. Er ist ein großartiger Kollege, ein kluger Kopf, der sehr viel über die Digitalszene weiß. Er hat einen fantastischen Job gemacht. Und auch wenn das von ihm eingeführte Pay-Modell von Spiegel Online kein großer Erfolg war, hat das Haus damit viel gelernt."


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.



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