Digitale Medien :
Anita Zielina verlässt die NZZ-Mediengruppe

Zielina, die seit Mai 2015 das Digitalgeschäft der Schweizer ausgebaut hatte, zieht es in die Ferne. Zuvor will sie aber ihren MBA-Abschluss machen.

Text: Manuela Pauker

Anita Zielina hat neue Pläne für die Zukunft.
Anita Zielina hat neue Pläne für die Zukunft.

Die NZZ-Mediengruppe verliert eine wichtige Mitarbeiterin: Anita Zielina, Leiterin Digitale Produkte der Schweizer Mediengruppe, will das Unternehmen zum Jahresende verlassen, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen. Welche das konkret sind, ist allerdings noch nicht klar. Sie selbst verkündet in einem Posting, nun erst einmal ihren MBA-Abschluss zu machen. Danach will sie reisen – einige Wochen, möglicherweise sogar Monate.

Anita Zielina, die von der österreichischen Zeitung Der Standard im Jahr 2013 zu Gruner + Jahr wechselte und dort bis 2014 stellvertretende Chefredakteurin von Stern Online war, kam Anfang Mai 2015 zur Neuen Zürcher Zeitung. Dort trat sie die damals neu geschaffene Stelle als NZZ-Digitalchefin an. Das Ergebnis ihres Wirkens: Mehrere digitale Produkte wurden gelauncht; als letztes ihrer Projekte kommt noch in diesem Jahr die NZZ-Newsapp auf den Markt.  

Die Aufgaben werden neu verteilt

Zielina baute in der Schweiz außerdem ein Storytelling-Team auf, das digitale Erzählformen entwickelt. Video, Audience Management und Social wurden ebenfalls neu aufgestellt. Um die Bereiche Bewegtbild und Audience Management wird sich nach ihrem Abschied die Redaktion kümmern. Den Bereich Digitale Produkte leitet interimistisch Rouven Leuener, der bereits jetzt die Digitale Produktentwicklung verantwortet. Ob er den Posten des Chief Product Officers dauerhaft übernimmt, ist noch offen.


Autor:

Manuela Pauker
Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde