Vorschläge gibt es außerdem in Sachen Rundfunkbeitrag. Anstatt den Betrag wie bisher alle vier Jahre neu festzulegen, soll es eine deutlich längere Planungsperspektive geben: Die Aufgaben der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) sollten demnach erweitert werden; die KEF würde so zum "unabhängigen Sachverständigengremium". Wille: "Wir schlagen deshalb eine auf zwölf Jahre angelegte Entwicklungsplanung sowie regelmäßige Fortschrittsberichte vor, deren Umsetzung von der KEF kontinuierlich begleitet wird. Das würde uns im Reformprozess mehr Planungssicherheit geben und das Verfahren wäre sehr transparent."

Das ZDF fordert mehr Spielraum im Internet

Auch das ZDF hat seine Sparvorschläge vorgelegt. Das Zweite will in der Zeit von 2021 bis 2028 rund 270 Millionen Euro einsparen. Um das zu erreichen, soll der Rotstift unter anderem bei Verwaltung und Technik angesetzt werden. Zudem sei eine engere Zusammenarbeit mit der ARD geplant. Die Programminhalte soll dabei aber außen vor bleiben.

ZDF-Intendant Thomas Bellut wünscht sich zugleich "mehr Bewegungsspielraum im Internetangebot". Dabei sei es aber nicht das Ziel des ZDF, die Geschäftsmodelle der Verlage kaputtzumachen - ein Vorwurf, der erst kürzlich wieder von den Verlegern kam. (dpa)


Autor:

Manuela Pauker
Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde