Zahlen zur ARD-Sky-Serie :
"Babylon Berlin" verliert Fans – aber nur im TV

Gut 2,5 Millionen weniger Zuschauer für den zweiten ARD-Ausstrahlungstermin von "Babylon Berlin". Doch in den Mediatheken brummt es. 

Text: Petra Schwegler

Dank digitaler Beiboote sind die Zeiten vorbei, in denen der Erfolg eines TV-Formats nur über die klassischen Empfangswege gemessen werden kann. Das gilt auch für die ARD-Sky-Serie "Babylon Berlin", die nach dem sehr starken Start am vergangenen Sonntag  im Ersten mit 7,83 Millionen Gesamtzuschauern an diesem Donnerstag einiges an Fans übers TV verloren hat.

Im Schnitt verfolgten ab 20.15 Uhr 5,27 Millionen Zuschauer die drei neuen Folgen über einen jungen Kommissar, der aus Köln nach Berlin versetzt wird und im Jahr 1929 dort Verbrecher jagt. Der Gesamtmarktanteil für das Erste lag bei 18,2 Prozent - trotz Zuschauerverlusten führte die fürs Binge-Watching geeignete Serie damit den TV-Markt an. Der Marktanteil beim 14- bis 49-jährigen Publikum lag bei 14,0 Prozent.

"Damit war Babylon Berlin die meistgesehene Sendung des gestrigen Tages und lag klar über dem Durchschnitt des Sendeplatzes in diesem Jahr", freut sich das Team der ARD am Freitagmorgen.

Es brummt der Abruf

Doch vor allem in den Mediatheken ist die Serie ausgesprochen gefragt: Seit dem Abend des 30. September stehen die ersten 8 der insgesamt 16 Folgen zur Verfügung.

Bis einschließlich 3. Oktober gab es nach Angaben des Ersten 1,75 Millionen Abrufe - die Daten zu "Babylon Berlin"-Fans, die die Serie über eine App verfolgen, sind darin noch nicht enthalten. Werte, die über erfolgreiche "Tatort"-Ausgaben hinausgehen, die sonst die Mediatheken-Hitlisten anführen.

"Hohe Zuschauerzahlen in allen Altersgruppen und Topwerte bei der Mediatheksnutzung", kommentiert ARD-Programmdirektor Volker Herres das Ergebnis. Die nächsten beiden Folgen der Serie sind am Donnerstag, 11. Oktober, ab 20.15 Uhr zu sehen.

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Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.