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Darüber äußerte sich der 38-Jährige enttäuscht. Er stellte die Frage: "Wenn Olaf Scholz in der SPD ist - warum ich nicht?" Zu seinem politischen Erfahrungsschatz sagte er: "Ich bringe nicht diesen Stallgeruch mit. Ich müffle aber auch nicht nach SPD."

Auf die Frage, wie ernst es ihm mit der Kandidatur sei, sagte Böhmermann: "Ob das Satire ist oder nicht, entscheidet sich am Sonntag um 18 Uhr." Wenn es nicht funktioniere, sei es ein großer Spaß gewesen, aber wenn er antreten dürfe, dann werde es halt ernst. Vielsagend fügte er an: "Realsatire ist keine Einbahnstraße. Dieses Phänomen, dass man was in der Wirklichkeit sieht und denkt, das ist ein Witz, das gibt's halt auch andersrum."

Zu seinen Zielen sagte er: "Die GroKo wird es mit mir nicht geben." Er fühle sich der "außerparlamentarischen sozialdemokratischen Opposition" zugehörig, den "Asos". Er komme aus einfachsten Verhältnissen, betonte Böhmermann, ein Salamibrötchen kauend: "Bei uns gab es Sesambrötchen nur am Sonntag." (red/dpa)