Verlage profitieren kaum von steigenden Digitalspendings

Zwar steigen die Digitalspendings in Großbritannien weiterhin deutlich – nach einer Prognose der Group M in diesem Jahr auf insgesamt rund 13,5 Milliarden Pfund (15,2 Mrd. Euro), das sind 60 Prozent der gesamten britischen Werbespendings. Allerdings fließen drei Viertel davon allein in die Kassen der digitalen "Pure-Players" wie Google und Facebook.

Die Print-Auflage der Sun und der Sun on Sunday geht seit Jahren deutlich zurück. Im April meldete die Sun laut Auflagenkontrolleur ABC eine verkaufte Auflage von 1,37 Millionen Exemplaren – ein Minus von 8 Prozent gegenüber dem April 2018. Die Sun on Sunday kommt auf 1,14 Millionen Exemplare, 9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Eingerechnet sind bei beiden Titeln dabei jeweils gut 100.000 Exemplare, die in die Rubrik "Sonderverkäufe" fallen, also in der Regel kostenlos an Fluggesellschaften, Bahnunternehmen oder Hotels abgegeben werden.

Im vergangenen Geschäftsjahr (bis 1. Juli 2018) hatte NGN einen Verlust vor Steuern in Höhe von 91,2 Millionen Pfund (103 Mio. Euro) gemeldet – eine Verdreifachung gegenüber dem vorhergehenden Geschäftsjahr.


Autor:

Franz Scheele
Franz Scheele

Schreibt als freier Autor für W&V Online. Unverbesserlich anglo- und amerikanophil interessieren ihn besonders die aktuellen und langfristigen Entwicklungen in den Medien- und Digitalmärkten Großbritanniens und der Vereinigten Staaten.