Der Vermarkter verkauft seine Technologie als gesündere Alternative zu Cookies: "Wer sich über Jahrzehnte nur von Cookies ernährt, lebt ungesund", sagt Martin Lütgenau. Der Burda-Forward-CMO ist sich zudem sicher, dass mit Blick auf die Post-Cookie-Ära eine reine Log-in-Strategie nicht ausreicht. "Uns muss klar sein, dass nur ein Bruchteil der Nutzer bereit ist, für Inhalte zu zahlen oder sich zu registrieren. Selbst wenn zehn Prozent der User sich registrieren, brauchen wir funktionierende Lösungen für 90 Prozent des verbleibenden Traffics."

"Der Markt hat zu lange die Entwicklung verschlafen"

Das digitale Publishing-Geschäft wird durch Ad- und Cookie-Blocking zunehmend erschwert. Die ­Unsicherheit im Markt ist gewaltig. Keiner weiß derzeit, wie es weitergehen soll. Lütgenau ist davon überzeugt, dass "die Akzeptanz von Werbung steigen wird, wenn sie sich thematisch an dem orientiert, was die User täglich an News- und Hintergrund-Berichterstattung lesen."

"Der Markt hat zu lange die Entwicklung verschlafen", beklagt Lütgenau. "Wir brauchen eine Datenrevolution. Die alte, uns bekannte Welt der Cookies geht unter." Es sei nötig, die Werbewelt im Kern neu zu denken. Dafür stehe die nun präsentierte Lösung. In diesem Podcast erklärt Carsten Sander, Executive Director Monetization Technology bei Burda Forward, was es mit "Sugarless" und dem neuen "Semantic Intelligence System" auf sich hat.

Wie sich Online-Vermarkter auf eine Welt ohne Cookies einstellen, lesen Sie in der W&V-Ausgabe 9/2020 (Schwerpunkt "Data und Mobility"), die am 2. September erscheint. Zur Einzelheftbestellung. 



Markus Weber, Redakteur W&V
Autor: Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.