Großes Team, viele Inhalte, diverse Abspielmöglichkeiten: Amazon wird fortan vier Spielzeiten lang die einzelnen Bundesliga-Begegnungen durch jeweils 15 Minuten lange Vor- und Nachberichte sowie eine Halbzeitanalyse flankieren. "Fußballfans können sich hier auf Analysen, Einzelkommentare und Interviews zu jedem einzelnen Spiel ihrer Lieblingsmannschaft freuen. Hörer können außerdem die Amazon-Konferenz genießen, diese ebenfalls über die vollen 90 Minuten und ganz ohne Werbeunterbrechungen", heißt es vom neuen Audio-Rechteinhaber.

Die Samstags-Konferenz wird dann auch noch von einer Bundesliga-Show begleitet, die bereits um 15 Uhr startet. "Damit erhalten Hörer mehr redaktionelle Inhalte als jemals zuvor", heißt es vom Fritsche-Team. Zusätzliche "Amazon-Original-Formate" sollen die Live-Berichterstattung abrunden. Produziert wird gemeinsam mit dem erfahrenen Bundesliga-Dienstleister Plazamedia, Livedaten und Statistiken liefert als weiterer Kooperationspartner Heimspiel.

Warum die Wurzeln bei 90elf liegen

Amazon bringt in Anknüpfung an Bewährtes beispielsweise "Bolzplatz" zurück, einst ein Kultformat des früheren Bundesligaradios 90elf von Regiocast, dessen Team in großen Teilen mit dem Wechsel der Rechte zu Sport1 weiterzog und nun, beim neuen DFL-Partner Amazon, teils wieder mit von der Partie ist. Hinter dem Digitalradio 90elf stand übrigens auch Florian Fritsche als Gründer und Geschäftsführer.

Somit bringt Amazon mit dem Podcast "Bolzplatz" auch wieder die 90elf-Kommentatoren Alexander Fabian und Marcus Herwig in Stellung. Damit es auch nach der akuten Spielphase was auf die Ohren gibt, kommt "Zweierkette" zum Einsatz. Der Podcast, moderiert von Alexander Schlüter und Benjamin Zander, soll immer montagabends eine umfassende Spieltagsübersicht geben. Die 90-minütige Show wird live und on Demand verfügbar sein.

Und alles immer auf Abruf: Aufgestellt hat Amazon fürs gesamte Bundesliga-Stelldichein auch die digitale sprachgesteuerte Assistentin Alexa. Somit ist die Bundesliga bei Amazon über die Music-App auf Fire-Geräten, iOS, Android, Desktop, Sonos-Geräten sowie auf Amazon Echo und Echo Dot verfügbar. Der Bundesliga-Fan kann die lernfähige Alexa damit auf seine persönliche Vorlieben ausrichten. Nutzt der Fan die Prime-App, bekommt er auch noch gleich grafisch Spiele und Ergebnisse vor Augen geführt.

Wieder am Ball: Florian Fritsche.

Wieder am Ball: Florian Fritsche.

Was Amazon mit Bundesliga-Streaming erreichen will

Die Messlatte hat Amazon beim Bundesliga-Streaming hoch gelegt: Mit dem Zuckerl Fußball will der Onlinehändler das Nutzererlebnis für Prime-Kunden und die noch recht neue Musikwelt weiter verbessern. Fußball als "wichtiger Teil des Audioökosystems", wie es Fritsche formuliert. Mit dem Ziel, für den Kunden eine Art "digitale Dauerkarte" für die Bundesliga zu schaffen.

Generell gilt: Amazon Prime öffnet mit dem Bundesliga-Angebot seine Plattform für Inhalte noch weiter. Und profitiert: Übers Fußball-Livestreaming wird das Unternehmen sicher zahlreiche neue Fans gewinnen – und damit viele zusätzliche Daten über begehrte, eher junge und männliche Zielgruppen. Diese bekommen zwar werbefreies und im Rahmen ihrer Prime-Mitgliedschaft "kostenloses" Bundesliga-Streaming, geben dafür aber weitere Bewegungsprofile und Nutzerdaten preis. 


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.