Hans-Joachim Strauch

Hans-Joachim Strauch, Chef des ZDF Werbefernsehens

2021 werden dann voraussichtlich zum zweiten Mal 24 Teams statt wie bisher 16 Mannschaften gegeneinander antreten. Das bedeutet 20 Spiele mehr als vor 2016. Außerdem gibt es – neben acht Achtel- und vier Viertelfinal-Partien – 12 zusätzliche Gruppenspiele. Die Spiele der K.O.-Phase sind als Doppelspieltage angelegt. Der Anstoß erfolgt um 18.00 und 21.00 Uhr. Was bedeutet, dass mehrere Spiele  dieser Phase ins werberelevante Zeitfenster fallen – viel Platz für Kampagnen.

Hinzu kommt, dass alle Vorrundenspiele der deutschen Nationalmannschaft in München ausgetragen werden. Damit werde das Turnier für die Zuschauerinnen und Zuschauer in Deutschland quasi "zur gefühlten Heim-EM", die emotionale Auseinandersetzung mit dem Turnier dadurch noch intensiver.

Serien und Information

Weitere attraktive Werbeumfelder des ZDF im kommenden Jahr sind, neben den Olympischen Spielen in Tokio, die vorabendliche Krimischiene ("SOKO"), die Serien-Formate um 19.25 Uhr sowie die Werbeumfelder rund um Informationsangebote wie das Nachrichtensendung "Heute" um 19.00 Uhr sowie das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin "WISO".

Der ZDF-Werbeblock "Best Wetter", der immer gegen 19.18 Uhr zwischen "Heute"-Nachrichten und dem Wetter ausgestrahlt wird, ist mit rund 4,4 Millionen Zuschauer nach wie vor der reichweitenstärkste Werbeblock im deutschen Fernsehen. Dahinter rangiert die ARD, deren Werbeblock "Best Minutes" unmittelbar vor der "Tagesschau" in Corona-Zeiten eine durchschnittliche Reichweite von 3,2 Millionen Zuschauern (ab 14 Jahren) einfuhr.

Die beiden öffentlich-rechtlichen Sender waren zuletzt laut einer Studie des Marktforschungsinstituts Ipsos auch die mit Abstand meistgenutzte Quelle, um sich über die Entwicklungen rund um das Coronavirus zu informieren: 64 Prozent der Befragten gaben an, ARD und ZDF inklusive deren Internetangebote und Apps dafür zu bevorzugen.



Manuela Pauker
Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde