Vorgesehen ist unter anderem auch, die Informationsprogramme von ZDFheute im Superwahljahr auszubauen. Alle Nachrichtenformate der "Heute"-Familie werden in allen Kanälen weiterentwickelt - im Fernsehen, online und in den sozialen Medien. Die Nachrichteninhalte sollen dabei noch passgenauer auf allen Ausspielwegen angeboten werden.

Fiktion gepaart mit Information

Ein Beispiel dafür ist die Wissenreihe "Terra X": Das Onlineangebot wird ausgebaut, "Die große Terra X-Show" erhält eine höhere Folgenzahl und eine Kinderausgabe. Das Mediathek-Angebot "Terra X plus Schule" wird systematisch unter anderem mit Unterrichtsmaterialien für Lehrkräfte erweitert. Eine ähnliche Diversifizierung ist auch für die Reportagereihe "37°" geplant.

Im Bereich der Fiktion plant das ZDF weite große Eventmehrteiler, Miniserien mit jüngerer Ausrichtung, gesellschaftlich relevante Fernsehfilme, kürzere Formen wie Instantfiction für die ZDFmediathek und die breite Entwicklung neuer Serien. Hier sind etwa die Verfilmung von Frank Schätzings Bestseller "Der Schwarm" oder Siegfried Lenz' Roman "Deutschstunde" in Arbeit. Die große Bandbreite deutscher Lebenswirklichkeit, auch in historischer Hinsicht, findet sich in Produktionen wie "Dr. Ballouz", einem ungewöhnlichen Chefarzt in der Uckermark, der  "Wannseekonferenz" in Kombination mit einer Dokumentation bis hin zum Mehrteiler "Ku'damm 63" wieder.

Mehr Verantwortung, mehr Diversität

Zusätzliche Unterhaltungsangebote sollen auch in Musik und Factual Entertainment im ZDF, in ZDFneo und der ZDFmediathek etabliert werden. Hierzu zählen auch eine neue Schlagershow und das Format "Heimliche Helden" mit Giovanni Zarrella. Die Kulturmarke "Aspekte" wird ebenfalls erneuert. Sie soll verstärkt jüngere Zuschauergruppen im non-linearen Bereich für Kulturinhalte gewinnen.

Mehr Verantwortung und Unterstützung für die Kreativwirtschaft will das Zweite ebenfalls übernehmen. Der schonende Einsatz von Ressourcen ist dabei ein wichtiger Punkt: Im Zeitraum 2021/2022 soll dasjenige Programmvolumen in den Bereichen Fiktion, Unterhaltung und Dokumentationen gesteigert werden, das den Kriterien des "Grünen Drehpasses" entspricht. Bei der Nachwuchs- und Talentförderung vor und hinter der Kamera sollen zudem Diversitätskriterien noch stärker berücksichtigt werden.



Manuela Pauker
Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde