Werbegelder würden vor allem deshalb vermehrt in den Digitalbereich fließen, "weil es hier weniger Friktionen dabei gibt, Spendings hineinzupumpen oder wieder herauszunehmen", so Fisher weiter. "Das ist etwas, auf das kostenbewusste  Werbungtreibende angesichts des gegenwärtigen wirtschaftlichen Klimas sehr achten."

Facebook nimmt Google Marktanteile ab

Allerdings: Bis zum Jahr 2021 kommt es laut Emarketer zu einer deutlichen Umschichtung bei den Marktanteilen des Duopols. So wird der Anteil von Google von 40 Prozent (2018) auf 36,7 Prozent zurückgehen während der von Facebook von 22,7 Prozent (2018) auf 28 Prozent steigt.

Hinzu kommt, dass die Facebook-Tochter Instagram ihren Marktanteil nahezu verdoppeln kann – von 4,9 Prozent (2018) auf 9,4 Prozent im Jahr 2021. Schon dieses Jahr kann Instagram laut der Prognose die Werbeeinnahmen in Großbritannien um 52 Prozent auf 984,9 Millionen Pfund (1,14 Mrd. Euro) steigern.

Großbritannien ist seit Jahren der mit Abstand größte digitale Werbemarkt in Europa mit einem Anteil an den Gesamtwerbespendings von deutlich über 60 Prozent. TV und Hörfunk spielen auf der Insel eine weit geringere Rolle, auch deshalb, weil die Fernsehprogramme der BBC sowie die weiterhin starken BBC-Radios komplett werbefrei sind.


Autor:

Franz Scheele
Franz Scheele

Schreibt als freier Autor für W&V Online. Unverbesserlich anglo- und amerikanophil interessieren ihn besonders die aktuellen und langfristigen Entwicklungen in den Medien- und Digitalmärkten Großbritanniens und der Vereinigten Staaten.