Millionenverlust nach Musikwettbewerb :
ESC zu teuer: Marketingmanager soll 2,8 Millionen Euro blechen

Kopenhagen kam der Eurovision Song Contest 2014 teuer zu stehen. Einen Teil des Millionenverlusts soll der Ex-Chef der Tourismus-Marketinggesellschaft aus eigener Tasche bezahlen. 

Text: W&V Redaktion

Kopenhagen kam der Eurovision Song Contest 2014 teuer zu stehen.
Kopenhagen kam der Eurovision Song Contest 2014 teuer zu stehen.

Es geht um einen Millionenverlust nach dem dänischem Eurovision Song Contest 2014, den Dragqueen Conchita Wurst aus Österreich für sich entschieden hat. Drei Jahre später folgt für einen Manager auf den Glitzer-Grand-Prix in Kopenhagen das böse Erwachen: Laut der dänischen Wirtschaftsbehörde ist der frühere Vorsitzende der Tourismus-Marketinggesellschaft Wonderful Copenhagen für einen Teil des teuren ESC-Debakels persönlich verantwortlich.

Michael Metz Mørch hatte entschieden, dass Wonderful Copenhagen die Rechnung von umgerechnet rund 7,8 Millionen Euro übernehmen solle. Dazu sei die Gesellschaft, die den ESC gemeinsam mit dem Sender DR, Region und Kommune ausgerichtet hatte, aber nicht verpflichtet gewesen, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Für diese Fehlentscheidung soll Mørch nun umgerechnet rund 2,8 Millionen Euro Entschädigung zahlen. Der Marketingmanager war bereits 2014 zurückgetreten.

Für den Musikwettbewerb ESC hatte Kopenhagen bis dahin ungenutzte alte Werfthallen genutzt. Besonders ihr Umbau unter großem Zeitdruck war viel teurer geworden als erwartet.

W&V Online/dpa


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