Satire mit "Trump Today" :
"Extra 3" schafft News, wie Donald Trump sie gern sehen würde

Römerin Justitia abgeschoben, ein US-Präsident gegen den Rest vom Geld, Meersauen auf Tour: "Extra 3" liefert alternative Fakten für Donald Trump. 

Text: Petra Schwegler

Auftritt "Trump Today": Beim NDR ist die "meistgesehene Nachrichtensendung der Welt" angesiedelt.
Auftritt "Trump Today": Beim NDR ist die "meistgesehene Nachrichtensendung der Welt" angesiedelt.

"Trump Today" ist on Air, die Nachrichtensendung mit den meisten Zuschauern weltweit. Was steckt dahinter? Einmal mehr die Satire-Redaktion von "Extra 3". Sie hat im NDR-Fernsehen ein Gefäß für "alternative Fakten" geschaffen, die dem US-Präsidenten besser schmecken könnten. Premiere war am Mittwochabend im TV. 

"Dass es in einer Demokratie eine freie, kritische Presse gibt, war Donald Trump völlig unklar. Er dachte, wenn er Präsident ist, sehen die Nachrichten so aus", heißt es als Einleitung zum zweieinhalb Minuten langen Clip.

Welche Nachrichten würde Donald Trump denn gerne sehen? Dass "investigativer Journalist" zum Schimpfwort des Jahres gekürt wird. Oder dass Gewaltenteilung bedeutet, Gewalt gegen Gegner gleichmäßig zu verteilen. Passend wäre auch – laut "Extra 3" – eine Abschiebung der römischen Göttin Justitia oder die Headline "Trump gegen den Rest vom Geld".

Eilmeldungen drehen sich dagegen bei "Trump Today" um so bahnbrechende Nachrichten wie die erste 10-Meter-Runde zweier Meerschweinchen im Oval Office - auf Fahrzeugen aus der Ivanka-Trump-Schmuckmotorrad-Kollektion. Aber sehen Sie selbst, ob Sie mit derlei alternativen Fakten auch zufrieden wären:


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.