Wahlkampf :
Extra 3 widmet Christian Lindner einen Song

FDP-Mann Lindner ist schon wieder Gegenstand einer Parodie: Das politische Satiremagazin des NDR nimmt seine aktuelle Kampagne kräftig auf die Schippe.

Text: Manuela Pauker

Die FDP-Kampagne bietet wieder einmal Anlass zu humoristischen Betrachtungen.
Die FDP-Kampagne bietet wieder einmal Anlass zu humoristischen Betrachtungen.

Der Wahlkampf geht in die Zielgerade – und auch die humoristische Begleitung der Aktionen nimmt kräftig Fahrt auf. Extra 3, das politische Satiremagazin des Norddeutschen Rundfunks, komponiert bekanntlich zu den aktuellen Geschehnissen auf der Polit-Bühne gerne mal ein schmissiges Liedchen. Zuletzt gab es da beispielsweise den Song zum G20-Gipfel oder ein Lied für Donald Trump ("Ich mag mich"). Die heimischen Politiker nimmt das Format natürlich auch regelmäßig auf die Schippe, Martin Schulz (SPD) und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sind nur zwei davon.

Diesmal ist FDP-Chef Christian Lindner dran, der mit seiner sehr stylischen Kampagne der Agentur Heimat bereits zur Zielscheibe einiger Parodisten wurde. Extra 3 widmet ihm nun den, na klar, "Song für Christian Lindner". Die ersten Zeilen nach dem Intro zeigen schon, wo’s langgeht: "Er ist der Schönste auf Facebook und Tinder, jeder kennt seinen Namen: Christian Lindner" wird da zur Melodie des alten Schlagers "Pretty Belinda" geschmettert.

Lindner ist offenbar mit seiner aus der Masse herausstechenden Wahlkampf-Kampagne ein besonders dankbarer Kandidat. Für Furore sorgte beispielsweise erst kürzlich der #ThermiLindner: Auf Twitter wurde der Politiker unter diesem Hashtag plötzlich zum Thermomix-Vertreter umgedeutet, dem die Nutzer allerlei Verkaufssprüche in den Mund legten. Ob sich diese Parodien, wie jetzt auch der aktuelle Lindner-Song, positiv auf die FDP-Kampagne auswirken und ein paar zusätzliche Stimmen bringen, wird erst der Wahlsonntag, der 24. September, zeigen.


Autor:

Manuela Pauker
Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde