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2. Kindheitstraumata machen kreativ:  Saving Mr. Banks

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Bei Netflix verfügbar

Der Film reflektiert die zähen Verhandlungen um die Filmrechte an „Mary Poppins“ zwischen ihrer Schöpferin Pamela Travers (Emma Thompson) und dem Zeichentrickmagnaten Walt Disney (Tom Hanks) in den 1960ern. So weit, so schnöde. Doch das ist nur die Oberfläche, an der sich der Plot bewegt - eigentlich geht es um weitaus mehr: In Rückblenden wird aus der trostlosen Kindheit der Autorin erzählt und schnell wird klar, dass der fiktive „Mr. Banks“ einen Versuch darstellt, den alkoholkranken Vater (Colin Farrell) zu idealisieren, um ihn so in liebevoller Erinnerung bewahren zu können. Auch die Figur „Mary Poppins“ selbst ist autobiographischen Ursprungs, was nicht nur zu extremer Detailversessenheit und ständiger Kritik Travers an Disneys Ideen für eine Filmadaption führt. Gleichzeitig werden die Verhandlungen zum therapeutischen Prozess.

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3. Makabre Komik: Six Feet Under – Gestorben wird immer (Staffel 1 – 5)

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Bei Sky Ticket verfügbar 

Ausgerechnet an Weihnachten wird Familienvater und Bestattungsunternehmer Nathaniel Fischer Sr. (Richard Jenkins) durch einen Verkehrsunfall aus dem Leben gerissen. In seinem Testament hat er verfügt, dass seine Söhne David (Michael C. Hall) und Nate (Peter Krause) den Familienbetrieb gemeinsam weiterführen sollen. Da beide grundverschieden zu sein scheinen – während Nate als sorgenloser Lebemann auftritt, gibt sich David pflichtbewusst, streng und konservativ – sind Spannungen vorprogrammiert. Die gibt es auch im Rest der Familie, beispielsweise zwischen der jüngsten Tochter Claire (Lauren Ambrose) und ihrer Mutter Ruth (Frances Conroy). Über fünf Staffeln hinweg erzählt die mit sieben Emmys und drei Golden Globes ausgezeichnete HBO-Serie von der Selbst- und Sinnsuche der einzelnen Familienmitglieder, die sich verändernde Dynamik zwischen ihnen stets im Blick. Der Ton, in welchem Alan Ball („American Beauty“) die Familiensaga erzählt, variiert dabei zwischen makabrer Komik und tragischer Ernsthaftigkeit.

Hier geht es zur Serie.

4.  Jeder hat sein eigenes Leben: Der verlorene Sohn

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Bei Sky Ticket verfügbar

Jared (Lucas Hedges) lebt mit seinen strenggläubigen Eltern, Marshall (Russell Crowe) und Nancy (Nicole Kidman), im Bible-Belt der USA. Als er ihnen erzählt, dass er sich zu Männern hingezogen fühlt, zwingt ihn sein Vater an einer Konversionstherapie für Homosexuelle teilzunehmen. Basierend auf den Memoiren von Garrard Conley berichtet Joel Edgertons Drama allerdings nicht nur von bis heute praktizierten Umerziehungsmethoden von LGBTQ-Personen, sondern auch von der tiefen Erschütterung Jareds darüber, ausgerechnet von seinen Eltern Ablehnung zu erfahren. Und schließlich auch, wie er darüber hinwegkommt.

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5. Es könnte alles noch viel schlimmer sein: Biutiful 

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Bei Maxdome verfügbar

Das Filmdrama von Meisterregisseur Alejandro González Iñárritu erzählt vom entscheidenden Kampf im Leben Uxbals (Javier Bardem). Nicht so sehr gegen den Prostatakrebs, an dem er unheilbar erkrankt ist. Sondern viel mehr für eine behütete Zukunft seiner beiden kleinen Kinder, Ana und Mateo, nach seinem Tod. Bei seiner manisch-depressiven Ehefrau Marambra (Maricel Álvarez) können sie nicht bleiben, das steht fest. Bislang greift Uxbal jedoch auf kriminelle Methoden zurück, um sich und seine Kinder über Wasser zu halten.

In gewohnt mystisch-melancholischem Stil Iñárritus („Babel“, „The Revenant“) gehalten, mutet das Epos dem Zuschauer fast überwältigend schmerzliche Momente zu – belohnt ihn aber mit einer so kraftvollen Poesie über Leben und Tod, wie sie nur sehr wenige Filme besitzen.

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Autorin:
Arabella Wintermayr hat Politikwissenschaft studiert und arbeitet als freie Redakteurin beim Fernsehen. Ihre Leidenschaft gilt Filmen und Serien, die sich an die großen Fragen des Lebens und der Gesellschaft trauen.


Autor:

W&V Leserautor

W&V ist die Plattform der Kommunikationsbranche. Zusätzlich zu unseren eigenen journalistischen Inhalten erscheinen ausgewählte Texte kluger Branchenköpfe. Einen davon haben Sie gerade gelesen.