Stars wie Scarlett Johansson und Mark Ruffalo sowie wichtige Firmen in Hollywood kritisierten die angekündigten Neuerungen allerdings als unzulänglich. Die Schauspielerin machte öffentlich, dass sie bei Pressekonferenzen der HFPA häufig sexistische Fragen gestellt bekommen habe. "Das ist exakt der Grund, weshalb ich es seit vielen Jahren ablehne, an deren Konferenzen teilzunehmen", erklärte sie im Gespräch mit "Variety".

Netflix und Amazon kündigten an, die Zusammenarbeit mit dem Verband weiter ausgesetzt zu lassen. Auch die "Time's Up"-Organisation gegen Diskriminierung und ein Zusammenschluss von wichtigen PR-Firmen gingen zuletzt auf Abstand.

Die Globe-Absage des Senders NBC am Montag wurde nun von der "Time's Up"-Bewegung als großer Erfolg gefeiert. "Dies ist ein entscheidender Moment für Hollywood", hieß es in einer Mitteilung. Das gemeinsame Vorgehen gegen die "mächtigen, aber stark fehlerhaften" Auszeichnungen zeige, dass man tatsächlich gerechtere Bedingungen erwirken könne: "In jeder Branche und Einrichtung und quer durch die Gesellschaft".



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Autor: W&V Redaktion

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