So wie der Berliner Travestiekünstler Tim, der in seiner Rolle als Bambi Mercury dem Modeschöpfer Harald Glööckler ähnelt und sagte: "Dragqueens sind wie du und ich - nur mit ein bisschen mehr Make-up." Oder die türkische Drag Katy Bähm, die erzählte, das ihr Vater kaum noch mit ihr rede. "Das tut einem dann schon weh. Man will ja eigentlich nur akzeptiert werden."

Neben den ganz persönlichen Momenten erlebten die Zuschauer zum Auftakt aber auch die für Reality-Shows typische Prise Drama und Zickenkrieg. Zum Beispiel bei der Zimmereinteilung in einer Luxusvilla in Los Angeles. Dort bereiten sich die Teilnehmer auf die wöchentliche Mottoshow vor, bei der sie die Jury überzeugen müssen.

Neben der Stammbesetzung - Klum, Conchita Wurst und Bill Kaulitz - bewertete in der ersten Folge Deutschlands wohl bekannteste Dragqueen die Auftritte: Olivia Jones. Die Darbietungen bestanden dabei meist aus einem Mix von Tanz und Playback-Gesang. Am Ende musste die Spanierin Janisha Jones die Koffer packen. Sie schied unter reichlich Tränen aus.

Klum ging in der Auftaktfolge auch auf Kritik an ihrer Person ein. Im Vorfeld hatte sich ein Teil der schwulen Community an der "Germany's Next Topmodel"-Moderatorin gestört. "Weil ich hetero bin, weiß bin und eine Frau bin. Das ist total gemein", empörte sie sich.

Die 46-Jährige erklärte, sie werde regelmäßig in der Öffentlichkeit angegriffen. So heiße es oft: "Ich bin zu alt für meinen Mann zum Beispiel. Das ist ja auch Shaming."

Mit dem englischen Wort "Shaming" wird das Phänomen beschrieben, dass Menschen - sehr oft Frauen und Mädchen - angegriffen (beschämt) werden, die gesellschaftlich erwartetem Verhalten oder Auftreten nicht entsprechen.

In der Kritik des Zeit-Journalisten Jens Balzer kommt die Show ganz gut weg trotz "Heidi Klums Diskriminierungsgejammer, gerade weil die Kritik thematisiert wurde. Besonders positiv ist ihm Conchita Wurst aufgefallen, die versuche, "Würde, Kredibilität und Respekt" in die Show zu bringen.

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am/mit dpa


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W&V Redaktion
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